
Am 5. April 2025 begann für 48 neue Studierende das Zahnmedizin-Studium an der Medizinischen Hochschule Brandenburg Theodor Fontane (MHB). Dies stellt den Start der zweiten Kohorte des im Jahr 2024 erstmals eingeführten Studiengangs dar. Die feierliche Immatrikulation fand im St. Paulikloster in Brandenburg an der Havel statt und wurde von MHB-Präsident Prof. Hans-Uwe Simon eröffnet.
In seiner Begrüßungsansprache hob Prof. Simon die Bedeutung der neuen Studierenden hervor und betonte die Unterstützung, die MHB diesen bieten wird. Dank ging auch an Prof. Stefanie Oess und Prof. Günter Schaller für ihre Beiträge zur Konzeption und Weiterentwicklung des Studiengangs. Ein zentrales Thema der Feier war die geplante Eröffnung einer neuen Zahnklinik im ehemaligen E-Werk an der Bauhofstraße, die als historischer Meilenstein für die Region gilt.
Bedeutung der Immatrikulation
Oberbürgermeister Steffen Scheller unterstrich die Wichtigkeit dieser Immatrikulation für Brandenburg an der Havel und bezeichnete die Stadt als aufstrebenden Gesundheitsstandort. Auch Dr. Romy Ermler überbrachte Grüße von der Landes- und Bundeszahnärztekammer und betonte die Herausforderungen, die das Studium mit sich bringt.
MHB-Dekanin Prof. Christine Holmberg sicherte den neuen Studierenden praktische Unterstützung und eine praxisnahe Ausbildung zu. Die Erfahrungsberichte von Rita Bilal und Yannik Hennig, die beide bereits im 3. Semester sind, ermutigten die neuen Studenten, Netzwerke zu knüpfen und Freundschaften zu schließen. Prof. Gerhard Schmalz hielt einen Festvortrag, in dem er die Relevanz der Zahnmedizin für die Gesundheitsversorgung hervorhob und die Studierenden ermutigte, ihre Studienzeit voll auszuschöpfen.
Studiengangdetails
Der Brandenburgische Modellstudiengang Zahnmedizin (BMZ) erstreckt sich über zehn Semester und wird staatlich anerkannt. Die Zulassung erfolgt ohne Numerus Clausus (NC); hierbei zählen vielmehr Persönlichkeit, Motivation und berufliche Vorerfahrungen der Bewerber. Pro Semester stehen 48 Studienplätze zur Verfügung, und die Ausbildung kombiniert theoretische Grundlagen mit praktischen Anwendungen.
Die MHB ist gut an Berlin angebunden und bietet für Studierende vielfältige praktischen Möglichkeiten, darunter Praxistage und Famulaturen in regionalen Zahnarztpraxen. Die Bewerbung für das Sommersemester 2024 lief vom 15. Juli bis 31. Oktober 2023, und die Studiengebühren belaufen sich auf rund 132.000 Euro, wobei die Hochschule keine Gewinnerzielungsabsicht verfolgt.
Für die Finanzierung des Studiums gibt es verschiedene Möglichkeiten, darunter Studienkredite, BAföG und kommunale Stipendien, die angehenden Zahnärztinnen und Zahnärzten helfen sollen, die finanziellen Hürden zu meistern. So können etwa Stipendien von Kommunen für Zahnmedizinstudierende, die nach dem Abschluss in der Region arbeiten, beantragt werden. Weitere Informationen zu Finanzierungsoptionen sind auf der Webseite der MHB zu finden.
Die Feier wurde von Carla Kniestedt moderiert und musikalisch von MHB-Student Simon Ripl sowie seiner Band umrahmt. Die MHB ist somit auf einem guten Weg, ihre Aufgabe als Bildungseinrichtung und Gesundheitsressource für die Region zu erfüllen, während sie gleichzeitig die nächste Generation von Zahnmedizinern heranführt. MHB berichtet, dass die Hochschule als Social Business agiert, um die zahnmedizinische Versorgung zu verbessern, ohne dabei Gewinnabsichten zu verfolgen.