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Blutiger Anschlag in Pakistan: Sechs Tote bei Moschee-Explosion!

Ein tragischer Selbstmordanschlag hat heute in Akora Khattak, Khyber Pakhtunkhwa, Pakistan, mindestens sechs Menschenleben gefordert. Unter den Toten ist auch Hamid-ul-Haq, ein einflussreicher Religionsgelehrter und Leiter des Darul Uloom Haqqania, einem renommierten Seminar, das als historisches Trainingslager für die afghanischen Taliban bekannt ist. Laut Berichten ereignete sich der Anschlag unmittelbar nach dem Freitagsgebet, als der Attentäter den Führer der religiösen politischen Partei Jamiat Ulema Islam-Sami (JUIS) angriff. Bei der Explosion wurden außerdem mindestens 20 weitere Personen verletzt, darunter drei Polizisten. Provinzpolizeichef Zulfiqar Hameed bestätigte, dass der Angreifer ein Selbstmordattentäter war, der sich dem Moscheebereich näherte, als Hamid-ul-Haq die Moschee verließ. Er starb sofort durch die Explosion, wie sein Bruder Maulana Abdul Haq bestätigte.

Die pakistanische Regierung hat den Anschlag scharf verurteilt. Premierminister Shehbaz Sharif sprach sein Beileid aus und äußerte seine Trauer über den Verlust von Hamid-ul-Haq, der auch als ehemaliger Vizekanzler des Seminars diente. Die Institution, die seit ihrer Gründung im Jahr 1947 von Haqs Vater Sami-ul-Haq geleitet wurde, hat zahlreiche prominente Alumni hervorgebracht, die sich der afghanischen Taliban angeschlossen haben und gegen US- und NATO-Truppen gekämpft haben.

Ideologische Konflikte und Gefahr durch Extremismus

In den letzten Jahren hat Khyber Pakhtunkhwa mit einer Zunahme von Angriffen auf Moscheen und religiöse Stätten zu kämpfen, einer besorgniserregenden Realität, die in einem Anschlag in Peshawar im Januar 2023 kulminierte, bei dem über 100 Menschen ums Leben kamen. Bei dem aktuellen Anschlag liegt der Verdacht nahe, dass eine Verbindung zur terroristischen Gruppe ISIL (ISIS) und deren Ableger in Khorasan (ISKP) bestehen könnte. Diese Gruppe hat in der Vergangenheit Angriffe auf Sunniten durchgeführt, die sich ideologisch von ihr unterscheiden. Die afghanischen Taliban, ebenfalls Sunniten und Deobandi, bezeichnen ISKP als „Takfiris“, also als aus dem Islam ausgeschlossen.

Pakistan steht vor der doppelten Herausforderung, sich gegen sowohl radikale islamistische als auch ethnische militante Gruppen zu behaupten. Diese Gruppen streben danach, die Kontrolle über natürliche Ressourcen zu gewinnen und verüben zahlreiche Angriffe. Besonders hervorgehoben wurde der jüngste Anstieg von Terroraktivitäten in Khyber Pakhtunkhwa und Balochistan, nachdem ein Waffenstillstandsabkommen mit der verbotenen Pakistan Tehreek-e-Taliban (TTP) im November letzten Jahres endete.

Im ersten Halbjahr 2023 wurden in Pakistan 18 Selbstmordanschläge registriert, die zu 200 Toten führten und mehr als 450 Verletzte forderten. Der jüngste Vorfall am Darul Uloom Haqqania zeigt, dass die Sicherheitslage im Land weiterhin instabil und gefährlich ist und das Risiko weiterer Angriffe besteht. Bei dem historischen Seminar sind derzeit über 4.000 Studenten eingeschrieben, deren Ausbildung nicht nur in rattinischer Hinsicht, sondern auch in ideologischer Hinsicht von größter Bedeutung ist.

Statistische Auswertung

Genauer Ort bekannt?
Akora Khattak, Khyber Pakhtunkhwa, Pakistan
Beste Referenz
aljazeera.com
Weitere Infos
devdiscourse.com

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