
Am 4. April 2025 wurde die ukrainische Stadt Krywyj Rih Ziel eines verheerenden russischen Raketenangriffs. Mindestens 18 Menschen, darunter neun Kinder, verloren dabei ihr Leben, und über 60 wurden verletzt. Der Angriff, der in einem Wohngebiet stattfand, kam zur Explosion an einem Kinderspielplatz und stellt einen weiteren schockierenden Vorfall im Kontext des anhaltenden Konflikts zwischen der Ukraine und Russland dar. Laut Angaben von Merkur wurden zahlreiche Autos und Garagen in Brand gesetzt und etwa zwei Dutzend Wohnhäuser erlitten Schäden.
Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte sich empört über den Angriff und betonte, dass dieser klar beweist, dass Russland nicht an einer Waffenruhe interessiert sei. Er appellierte an die internationale Gemeinschaft, Druck auf Russland auszuüben und die ukrainische Luftabwehr sowie die Streitkräfte zu stärken. Der ukrainische Generalstab wies die russischen Behauptungen zurück, das Ziel des Angriffs sei eine Gruppe ukrainischer Soldaten gewesen. Diese Äußerung wurde von Tagesschau als Teil der Desinformationsstrategie Russlands eingeordnet.
Details zum Angriff
Laut Berichten war die eingesetzte Rakete vom Typ „Iskander-M“ und verwendete Streumunition. Das russische Verteidigungsministerium rechtfertigte den Angriff als „Hochpräzisionsschlag“, wobei es anmerkte, dass sie eine Gruppe ukrainischer Soldaten mit ausländischen Ausbildern anvisiert hätten. Diese Angaben wurden umgehend als Lügen bezeichnet, da die Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung in diesem Fall eindeutig sind.
In den vergangenen 24 Stunden gab es darüber hinaus weitere Angriffe auf Charkiw und ein Kraftwerk in Cherson. Diese Vorfälle verdeutlichen die Eskalation des Konflikts, während die Ukraine sich auf voraussichtliche Gespräche über eine mögliche Stationierung europäischer Truppen vorbereitet. Diese Gespräche finden inmitten eines Hintergrunds statt, in dem Russland die Stationierung europäischer Kontingente in der Ukraine entschieden ablehnt. Dennoch zeigt Kreml-Sondergesandter Kirill Dmitrijew Verständnis für die Sicherheitsbedürfnisse der Ukraine.
Internationale Reaktionen
Die Reaktionen auf diesen neuesten Vorfall sind international. US-Außenminister Marco Rubio erklärte, dass die USA baldige Fortschritte von Russland in den Friedensverhandlungen erwarten. In seinem Statement betonte er, dass Präsident Donald Trump die Hinhaltetaktik von Wladimir Putin nicht länger hinnehmen werde. Die Meinungen über das Vorgehen der USA variieren, jedoch zeigen die USA immer weniger Geduld mit den anhaltenden Verhandlungen bezüglich einer möglichen Waffenruhe.
Nach den Grundsätzen des Humanitären Völkerrechts, wie sie vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz definiert sind, sind gezielte Angriffe auf Zivilpersonen strikt verboten. Zivilpersonen dürfen in bewaffneten Konflikten nicht absichtlich angegriffen werden, und die Auswirkungen der Kriegsführung auf diese müssen begrenzt werden. Die aktuellen Angriffe in Krywyj Rih werfen also gravierende Fragen bezüglich der Einhaltung dieser Bestimmungen auf.
Die Tragödie in Krywyj Rih ist nicht nur ein einzelnes Ergebnis der militärischen Eskalationen in der Region, sondern auch ein Hinweis auf die anhaltenden Herausforderungen und das Leid, das der Konflikt für die Zivilbevölkerung mit sich bringt. Die Hoffnung auf Frieden und Stabilität in der Region bleibt angesichts solcher Vorfälle weiter fraglich.