
Brandenburg zeigt eine positive Entwicklung in seinem Image, wie eine aktuelle Studie belegt. Die Umfrage, die den Veränderungen der letzten Jahre nachgeht, hebt hervor, dass das Land vor allem durch die Ansiedlung der Tesla-Fabrik sowie durch den Strukturwandel in der Region profitiert hat. Offizielle Statistiken belegen außerdem, dass die Arbeitslosigkeit in Brandenburg zurückgegangen ist. Landesmarketing-Chef Thomas Braune äußert sich erfreut über die resultierenden Sympathiewerte, die insbesondere bei Frauen angestiegen sind. Diese Werte zeigen einen klaren Trend: Brandenburg wird zunehmend als attraktiver Wohnort wahrgenommen, besonders im Vergleich zu 2017.
Die Kampagne „Es kann so einfach sein“, die 2018 ins Leben gerufen wurde, hat einen erheblichen Einfluss auf diese Wahrnehmung gehabt. Die Marketingstrategie hat sich von einem negativen Bild, das oft mit Berlin-Bashing assoziiert wurde, entfernt und konzentriert sich nun auf die Stärken Brandenburgs. Dabei spielt auch die gestiegene Wertschätzung der Lebensqualität und Karrierechancen eine Rolle. Viele Ostdeutsche berichten von einer positiveren Einschätzung des Wohnorts Brandenburg, was durch die gestiegene Verfügbarkeit und Bezahlbarkeit von Wohnraum, insbesondere für Berliner, unterstützt wird.
Herausforderungen trotz positiver Tendenzen
Allerdings lässt sich nicht leugnen, dass trotz dieser positiven Entwicklungen eine tiefsitzende Unzufriedenheit in der Bevölkerung bleibt. Die hohen Wahlergebnisse der AfD sind ein Indiz für diese Problematik. Der Landesmarketingbereich hat es zudem schwer, den Brandenburgern ihren eigenen Erfolg zu vermitteln. Besonders hervorzuheben ist der Einfluss der Corona-Pandemie, die zu einem Anstieg von Natur- und Outdoor-Aktivitäten in Brandenburg geführt hat. Diese Veränderungen könnten auch zur Attraktivität des Lebensraums beigetragen haben, indem sie das Bewusstsein für die vielfältigen Freizeitmöglichkeiten in der Natur schärften.
In der Zwischenzeit gibt es jedoch auch aktuelle negative Meldungen, die das Bild Brandenburgs trüben. Am 2. April 2025 wurde berichtet, dass in Schönefeld ein 58-jähriger Mann seine Frau ermordet hat und sich anschließend selbst das Leben nahm. Zudem gibt es Hinweise auf mögliche Tierquälerei in einer großen Milchvieh-Anlage in der Uckermark. Auch die Kommunalpolitik steht unter Druck: Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert sieht sich mit einem Abwahlantrag konfrontiert.
Strukturförderung in der Lausitz
Brandenburg plant auch großangelegte Projekte zur Strukturentwicklung, beispielsweise in der Lausitz. Drei Projekte mit einem Gesamtvolumen von rund 82 Millionen Euro erhalten Fördermittel aus dem Strukturstärkungsgesetz. Dazu zählt unter anderem der neu geplante Lausitz Science Park, der an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg entstehen soll. Ziel ist es, eine Innovationslandschaft mit internationaler Strahlkraft zu schaffen. Der erste Bauabschnitt wird über 42 Millionen Euro kosten und mehrere tausend neue Arbeitsplätze in zukunftsrelevanten Feldern schaffen. Weitere Vorhaben umfassen das Gewerbegebiet Lauchhammer Süd sowie die Naturwelt Lieberoser Heide, die als Modellregion für nachhaltigen, klimaneutralen Tourismus dienen soll.
Insbesondere die Ansiedlung einer Batteriezellfabrik durch den chinesischen Konzern SVOLT auf dem ehemaligen Vestas-Gelände könnte bedeutende neue Arbeitsplätze in der Region schaffen. Solche Projekte unterstreichen den umfassenden Strukturwandel, den Brandenburg durchläuft, und könnten helfen, die positive Wahrnehmung des Landes weiter zu festigen.