AchimBremen

Achim im Wandel: Mehr Bewohner, mehr Hunde – doch was kommt als Nächstes?

Achim erlebt einen bemerkenswerten Anstieg seiner Bevölkerung, der seit der Gebietsreform von 1972 um etwa 10.000 Personen auf aktuell zwischen 33.000 und 34.000 Einwohner angewachsen ist. Ende 2024 wurde die Stadt mit 34.239 Bewohnern gemeldet, darunter 17.485 Frauen und 16.753 Männer sowie eine Person mit diverser Geschlechtsangabe. Über 30.000 dieser Einwohner sind Deutsche, wobei 3.126 eine doppelte Staatsbürgerschaft besitzen. Zusätzlich sind 4.113 Ausländer in Achim registriert, darunter 1.067 EU-Bürger. Es gibt jedoch eine Diskrepanz zwischen den Einwohnerzahlen des örtlichen Meldeamts und denen des Landesamtes für Statistik, das die Zahl zum Ende 2023 mit 32.961 angibt. Diese Situation ist für die Stadtverwaltung von Bedeutung, da sie plant, die Einwohnerzahl bei rund 35.000 zu deckeln, um die Infrastruktur nicht zu überlasten. Ein geplantes Gewerbegebiet Achim-West soll die Zahl der Einwohner nicht weiter erhöhen, sodass der Fokus auf der qualitativen Entwicklung der Stadt liegt.

Ein weiteres Spiegeltbild des Wachstums Achims zeigt sich auch in der Anzahl der Hunde, die von 1.793 im Jahr 2020 auf 1.853 Ende 2024 gestiegen ist. In diesem Zusammenhang ist auch der Rückgang der als gefährlich eingestuften Hunde signifikant: diese Zahl fiel von 19 Ende 2023 auf lediglich drei im April 2025. Außerdem wird für das Jahr 2025 eine Erhebung der Hundesteuer in Höhe von 140.000 Euro prognostiziert.

Stadtentwicklung und Infrastruktur

Das Projekt Achim-West steht im Mittelpunkt der städtischen Planungen zur Verkehrsinfrastruktur. Derzeit befindet es sich im Planfeststellungsverfahren, mit dem Ziel, die Verkehrssituation rund um die Landesstraße 158 und die Autobahnen des Bremer Kreuzes zu entlasten. Hier arbeiten die Stadt Achim und das Land Bremen eng zusammen. Die Notwendigkeit neuer Verkehrskonzepte ergibt sich aus der zunehmenden Verkehrsbelastung und der geplanten gewerblichen Entwicklungen in der Region.

Geplante Maßnahmen umfassen den Bau einer neuen Autobahnanschlussstelle an der A27 sowie eine Planstraße, die die Theodor-Barth-Straße mit einer Autobahnquerung der A1 verbinden wird. Zudem ist eine Unterquerung der Bundesbahnlinie Hannover-Bremen in Verbindung mit der Landesstraße 158 vorgesehen. Durch den Plan entsteht ein neues Gewerbegebiet mit über 90 Hektar Nettovermarktungsfläche, das voraussichtlich bis zu 2,5 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung über einen Zeitraum von 20 Jahren generieren und zwischen 1.700 und 3.600 neue Arbeitsplätze schaffen soll.

Bürgerbeteiligung und finanzielle Aspekte

Die Stadt Achim setzt auf Bürgerbeteiligung in Form von Informationsveranstaltungen, die bereits 2018 begannen. Dabei ist die finanzielle Mitwirkung des Landkreises Verden, des Bundes und des Landes Bremen unumgänglich, um die geplanten Investitionen von etwa 60 Millionen Euro für die Verkehrsinfrastruktur zu sichern. Aktuell stehen allerdings keine EU-Fördermittel zur Verfügung, was die Finanzierung weiter kompliziert.

Aufgrund der vielfachen Entwicklungen und Veränderungen in Achim stellt sich die Stadtverwaltung darauf ein, durch verschiedene Maßnahmen nicht nur die Anzahl der Einwohner, sondern auch die Lebensqualität in der Stadt zu sichern und zu fördern. Das geplante Projekt Achim-West spielt dabei eine zentrale Rolle für die zukünftige Infrastrukturplanung und die wirtschaftliche Entwicklung der Region.

Statistische Auswertung

Genauer Ort bekannt?
Achim, Deutschland
Beste Referenz
kreiszeitung.de
Weitere Infos
achim.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert