
Die politischen Umfragen in Deutschland sorgen aktuell für Aufsehen. Der INSA-Sonntagstrend zeigt, dass die CDU/CSU nur noch 24 Prozent der Stimmen erreicht, was einen Rückgang von zwei Prozentpunkten im Vergleich zur vorherigen Erhebung bedeutet. Erstmals in der Geschichte sind die Union und die AfD mit 24 Prozent gleichauf. Diese Entwicklungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem der Unionskanzlerkandidat Friedrich Merz bereits unter massiven Zweifeln an seiner Führung steht. Laut Ruhr24 gibt es eine breite Enttäuschung über die Koalitionsgespräche sowie eine als unzureichend empfundene Durchsetzungskraft der Union.
Die letzten Bundestagswahlen, die am 23. Februar 2025 stattfanden, brachten der Union noch 28,6 Prozent, was nun einen Rückgang von mehr als vier Prozentpunkten bedeutet. INSA-Chef Hermann Binkert spricht von einem beispiellosen Zustimmungsverlust. Die SPD bleibt stabil bei 16 Prozent, während die Grünen auf 11 Prozent fallen. Die Linke kann wiederum auf 11 Prozent zulegen, während die BSW und die FDP bei jeweils 4 Prozent stagnieren.
Die Umfrage und ihre Zusammenhänge
Im Kontext dieser Entwicklungen ist auch eine aktuelle Umfrage von RTL/ntv zu erwähnen, die am 11. Februar 2025 veröffentlicht wurde. In dieser Umfrage wurde ein Rückgang der CDU/CSU von 31 auf 28 Prozent documentiert, während die AfD mit 20 Prozent stagnierte. Die Grünen hingegen konnten einen Anstieg von 10 auf 15 Prozent verzeichnen. Die Linke schaffte es mit 5 Prozent über die Fünf-Prozent-Hürde. Die Erhebung basierte auf einer Befragung von 2503 Personen zwischen dem 28. Januar und dem 3. Februar 2025 und wies eine statistische Fehlertoleranz von +/- 2,5 Prozentpunkten auf.
Das politische Klima ist zusätzlich gespannt durch vergangene Ereignisse, wie die gemeinsame Abstimmung von CDU/CSU und AfD für eine Verschärfung der Migrationspolitik am 29. Januar 2025. Diese Entscheidung führte zu großen Demonstrationen gegen beide Parteien. Die Umfragen sind jedoch nur Momentaufnahmen und können unter Unsicherheiten leiden, wie die Durchschnittliche Abweichung bei der Bundestagswahl 2021 von 1,03 Prozentpunkten zeigt, zitiert von FR.
Koalitionsperspektiven in Thüringen
Im weiteren Kontext wird auch die Situation im Thüringer Landtag betrachtet. Hier sind verschiedene Regierungskoalitionen denkbar, die sich aus den aktuellen Umfragen ableiten lassen. Die bestehende Koalition aus CDU, BSW und SPD ist dabei gestrichelt umrahmt, was darauf hinweist, dass sie keine Mehrheit mehr hätte. Zukünftige Koalitionen könnten theoretisch aus den aktuellen Ergebnissen der Umfragen resultieren, da alle rechnerisch möglichen Koalitionen mit mindestens 88 Sitzen und mindestens 45 Mandaten in Erwägung gezogen werden. Diese analytischen Überlegungen orientieren sich an der realen politischen Landschaft, wie auf dawum.de beschrieben.
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass die politische Landschaft in Deutschland sich in einem dynamischen Wandel befindet. Der Rückgang der Union könnte erhebliche Auswirkungen auf die künftigen Koalitionen und die politische Stabilität des Landes haben.