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Deneuve enthüllt: So hörte ich Callas durch den Kaminschacht!

In einem nostalgischen Rückblick auf die 1970er Jahre in Paris erinnert sich die renommierte Schauspielerin Catherine Deneuve an ihre besondere Nachbarschaft mit der legendären Opernsängerin Maria Callas. Deneuve, mittlerweile 81 Jahre alt, lenkt ein Licht auf die kreativen und oft chaotischen Zeiten, die sie und Callas miteinander verbunden haben. Laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung hörten Deneuve und ihre Nachbarn Callas nicht, indem sie auf den Boden lagen, wie es der Mythos beschreibt. Vielmehr lauschten sie der Musik der Sopranistin durch den Kaminschacht ihres Apartments, da sie nicht an eine Schallisolierung gedacht hatte.

Deneuve gibt in diesem Kontext auch preis, dass sie nicht der nostalgische Typ ist. Sie interessiert sich wenig für die Vergangenheit und schaut ihre eigenen Filme kaum noch, oft schaltet sie nach zehn Minuten weg, um Platz für andere Filme zu schaffen. Diese pragmatische Herangehensweise spiegelt sich in ihrer Gedankenwelt wider.

Das künstlerische Erbe Callas‘ und Deneuve

Maria Callas, die als legendäre Sängerin gilt, lebte von den frühen 1960er Jahren bis zu ihrem Tod im Jahr 1977 in Paris. Callas flüchtete in diese Stadt, um ihrem unglücklichen Eheleben zu entkommen und um eine neue Beziehung zu ihrem Publikum und ihrer Karriere zu finden. Ihr Leben wurde geprägt von dramatischen Auftritten, die sie auf internationalen Bühnen berühmten. Die sorgsam inszenierte Metamorphose, die sie durch eine strenge Diät hin zu ihrem Idealbild als romantische Heldin vollzog, machte sie zu einer markanten Figur, die sowohl Fotografen als auch Prominente anzog.

Wie die Website Paris for Dreamers berichtet, hatte Callas ein bewegtes Leben mit vielen Beziehungen, die ihr sowohl Unterstützung als auch Schwierigkeiten brachten. Ihre leidenschaftliche Verbindung zu Aristoteles Onassis, die von Höhen und Tiefen geprägt war, bleibt ebenso legendär wie ihre Karriere. Am Ende ihres Lebens erlitt Callas gesundheitliche Rückschläge und kämpfte gegen Einsamkeit, obwohl sie oft in der Gesellschaft der Reichen und Schönen war. Ihre Asche wurde schließlich im Ägäischen Meer verstreut, und ihr Erbe lebt als eine der einflussreichsten Künstlerinnen der Musikgeschichte weiter.

Kulturelle Verknüpfungen und Deneuve’s Musikalische Auftritte

Die Verbindung zwischen Deneuve und Callas erstreckt sich nicht nur über ihre Nachbarschaft, sondern auch über den musikalischen Bereich. Deneuve war Gastkünstlerin auf dem Doppelalbum „Paris“ von Malcolm McLaren, das 1994 veröffentlicht wurde. In diesem Werk, das über einen Zeitraum von einem Jahr in einem Dachboden in Frankreich aufgenommen wurde, sang Deneuve auf dem Track „Paris Paris“ und trat damit in die musikalische Szene ein. Das Album thematisiert den Charme und die Sehnsucht der Stadt, in der sowohl Deneuve als auch Callas ihre kreativen Spuren hinterließen.

„Paris“ bietet eine Vielzahl von Klängen und Stilen und zeigt die kreativen Energien, die Paris seit jeher anzieht. McLarens Ziel war es, eine Verbindung zwischen Musik und der einzigartigen Atmosphäre der Stadt herzustellen. Die Zusammenarbeit mit Künstlern wie Deneuve und Françoise Hardy trägt zur kulturellen Tiefe des Albums bei und reflektiert die zeitgenössischen Strömungen und Herausforderungen der Musikszene in den 90er Jahren.

Zusammenfassend spiegeln die Geschichten von Deneuve und Callas sowohl die künstlerischen Bewegungen des 20. Jahrhunderts als auch die persönlichen Kämpfe wider, die diese beiden außergewöhnlichen Frauen prägten. Ihre Verbindungen zur Stadt Paris und ihre künstlerischen Beiträge bleiben bis heute relevant und inspirierend.

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Genauer Ort bekannt?
Paris, Frankreich
Beste Referenz
sueddeutsche.de
Weitere Infos
en.wikipedia.org

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