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EU setzt auf Energieunabhängigkeit: Schluss mit russischen Brennstoffen!

EU-Kommissar Dan Jørgensen hat sich erneut besorgt über die anhaltende Energieabhängigkeit Europas von Russland geäußert. In seinen jüngsten Kommentaren hebt er hervor, dass es unhaltbar sei, weiterhin fossile Brennstoffe aus Russland zu kaufen. Diese Einkäufe unterstützten indirekt die Kriegskasse des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Seit Beginn des Krieges in der Ukraine gab die EU für fossile Brennstoffe aus Russland einen Betrag aus, der dem Preis von 2400 F-35-Kampfjets entspricht, was die Dringlichkeit der Situation unterstreicht.

Die europäische Strategie sieht vor, die Abhängigkeit von Energie aus autoritären Regimen, insbesondere Russland, zu beenden. In diesem Zusammenhang plant Jørgensen, einen konkreten Fahrplan zur Reduzierung dieser Abhängigkeiten vorzulegen. Ein zentraler Bestandteil dieses Plans könnte der Import von Flüssig-Erdgas (LNG) aus den USA sein. Jørgensen stellte jedoch klar, dass die EU nicht in Verhandlungen mit der US-Regierung, insbesondere unter der Trump-Administration, über LNG-Importe steht; diese erfolgen vielmehr über den Markt.

Investitionen in erneuerbare Energien

Parallel zu den Maßnahmen zur Reduzierung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen hat die EU auch ambitionierte Pläne zur Förderung erneuerbarer Energien. Bis 2027 soll die Abhängigkeit von Russlands fossilen Brennstoffen vollständig beendet werden. Um dieses Ziel zu erreichen, will die EU den Ausbau erneuerbarer Energien massiv vorantreiben und bis 2050 klimaneutral sein.

Die Europäischen Kommission hat einen Aktionsplan namens REPower EU ins Leben gerufen, der mit umfangreichen Investitionen von insgesamt 210 Milliarden Euro ausgestattet sein soll. Dieses Programm, unterstützt durch InvestEU, wird auch dazu beitragen, die Emanzipation von Gas und Öl aus Russland zu fördern. InvestEU wird Investitionen anziehen und bietet eine EU-Garantie von 26 Milliarden Euro. Das Ziel ist, nachhaltige Projekte zu fördern, die auch zur Reduzierung von CO₂-Emissionen beitragen.

Geeignete Maßnahmen zur Beschleunigung des Ausbaus

Um das Ziel der Klimaneutralität zu erreichen, sollen Genehmigungen für Projekte im Bereich erneuerbare Energien beschleunigt werden. Ein Beispiel für erfolgreiche Investitionen im Sektor ist der Solaria-Solarpark in Spanien, der eine Leistung von 261 Megawatt hat und jährlich 477 Gigawattstunden Energie produziert, genug für über 120.000 Haushalte. Diese Projekte erhalten auch Unterstützung von der Europäischen Investitionsbank, die 54 Millionen Euro in Form von Vorschüssen oder Garantien bereitgestellt hat.

Kadri Simson, die Energiekommissarin der EU, betont die Notwendigkeit, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen durch erneuerbare Energien zu ersetzen. Allerdings plant die EU, nur ein Drittel der russischen Importe durch andere fossile Brennstoffe zu ersetzen, während gleichzeitig der grüne Wandel beschleunigt werden soll. Diese Strategie ist umso entscheidender, als die jährlichen Zahlungen an Russland für fossile Brennstoffe zuletzt etwa 100 Milliarden Euro betrugen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die aktuellen Entwicklungen der EU in der Energiepolitik sowohl Auswirkungen auf geopolitische Beziehungen als auch auf die Mehrheit der Mitgliedstaaten haben können. Die Bemühungen, sich von fossilen Brennstoffen aus Russland zu emanzipieren, stehen in direktem Zusammenhang mit der übergeordneten Zielsetzung der EU, eine nachhaltige und klimaneutrale Energiezukunft zu gestalten. zvw.de und flz.de liefern hierzu aktuelle und relevante Informationen zu den geplanten Maßnahmen und deren Implikationen.

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