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Geheimchat im Pentagon: Hegseth unter Verdacht – Was steckt dahinter?

Das Pentagon hat eine interne Untersuchung über den Umgang von Verteidigungsminister Pete Hegseth mit der Signal-App eingeleitet. Auslöser sind Inhalte aus einem geheimen Gruppenchat, in dem hochrangige US-Regierungsmitglieder sensible Informationen diskutierten. Dies berichtet die FAZ.

Die Untersuchung folgte einer Anfrage des Streitkräfteausschusses im US-Senat. Dabei wird insbesondere geprüft, ob Hegseth, der mit Informationen über einen US-Militärschlag gegen die Huthi-Miliz im Jemen in Verbindung gebracht wird, operative Pläne über die Signal-App unzulässigerweise kommunizierte. Auch die Einhaltung von Vorschriften zur Geheimhaltung und zur Aufbewahrung von Regierungsunterlagen wird Teil der Prüfung sein.

Details zum geheimen Chat

Im Fokus steht ein Vorfall, der Ende März durch eine Veröffentlichung in dem US-Magazin «The Atlantic» an die Öffentlichkeit gelangte. Berichten zufolge geriet der Chefredakteur von «The Atlantic» versehentlich in den Chat, in dem Hegseth eine halbe Stunde vor Beginn einer Militäroperation Informationen über den Zeitplan, die Abfolge der Bombardierung und eingesetzte Waffensysteme teilte. In dem Chat behauptete Hegseth: „Zielterrorist befindet sich an seinem bekannten Aufenthaltsort.“

Senator Roger Wicker und Senator Jack Reed äußerten bereits Bedenken hinsichtlich der Nutzung nicht klassifizierter Netzwerke für den Austausch sensibler Informationen. Die Besorgnis über den Umgang mit solchen Daten nimmt zu, während US-Präsident Donald Trump sich öffentlich hinter die Mitglieder der Chatgruppe stellte, zu der auch Sicherheitsberater Mike Waltz gehört.

Kritik und Unmut im Hintergrund

Laut Berichten der Spiegel gibt es hinter den Kulissen wachsenden Unmut innerhalb der Regierung. Es wird befürchtet, dass dieser Vorfall das Vertrauen in die Vertraulichkeit und Sicherheit der Kommunikationswege untergräbt.

Zusätzlich zu dieser Untersuchung birgt das aktuell aufgetretene Datenleck vertraulicher Informationen über den Ukraine-Krieg, das in Verbindung mit einem 21-jährigen Mitarbeiter der Nationalgarde steht, weitere Herausforderungen. Der Verdächtige, der in Fort Bragg, North Carolina, stationiert war, hat anscheinend geheime Dokumente in einer kleinen Discord-Gruppe geteilt. Diese besondere Situation verstärkt die Bedenken hinsichtlich der Sicherheit in der digitalen Kommunikation innerhalb des Militärs, wie auf Tagesschau berichtet wird.

Statistische Auswertung

Genauer Ort bekannt?
Fort Bragg, North Carolina, USA
Beste Referenz
faz.net
Weitere Infos
spiegel.de

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