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Désirée Nick im Rampenlicht: Theater statt Trash-TV in Hamburg!

Désirée Nick hat sich entschieden, ihren Fokus vom Reality-TV zurück auf die Bühne zu verlagern. Die 68-jährige Schauspielerin ist derzeit in Hamburg zu sehen, wo sie die Rolle einer Psychotherapeutin in der Komödie „Spiel gewinnt“ spielt. Dies berichtet T-Online. In einem Interview äußert sie sich über die Herausforderungen von Einsamkeit, den Einfluss von Social Media und die sich verändernden Rollenbilder im Alter.

Nick, die eine vielseitige Karriere als Entertainerin und Bestsellerautorin verfolgt, hat bereits an renommierten Bühnen in Hamburg, wie dem St. Pauli Theater und dem Ernst-Deutsch-Theater, gespielt. Ihr Lieblingsort in der Stadt ist das Winterhuder Fährhaus, wo nun ihre Rückkehr auf die Theaterbühne gefeiert wird. In der Komödie befasst sie sich damit, ob eine dominante Mutter ihren Sohn möglicherweise in die Homosexualität gedrängt hat, während sie gleichzeitig die Bedeutung von Authentizität im Boulevardtheater unterstreicht.

Themen der Komödie

Die Rolle des Bühnen-Sohnes ist vielschichtig; er wird als ein isolierter IT-Experte dargestellt, der unter Kommunikationsproblemen und einem persönlichen Trauma leidet. Die Komödie thematisiert auf humorvolle Weise die Auswirkungen der digitalen Welt und soziale Medien auf die kommende Generation. Nick betont, dass hinter den komischen Elementen ernsthafte Themen stecken, und thematisiert zudem die veränderten Kommunikationsschwierigkeiten der Babyboomer-Generation in ihrem Umgang mit ihren Enkeln.

Seine neuen Projekte und Herausforderungen scheinen ihr gut zu tun. Nick hat im vergangenen Jahr ein neues Buch mit dem Titel „Alte weiße Frau. Warum Falten kein Knick im Lebenslauf sind – Das Anti-Ageism-Buch“ veröffentlicht. Das Buch, das am 13. September 2023 im Penguin Verlag erschienen ist, thematisiert Altersdiskriminierung sowie die gesellschaftlichen Erwartungen an Frauen über 40. In dem Werk verbindet sie Witz und Weisheit und teilt persönliche Erfahrungen zu Themen wie Sex und Feminismus, um damit Frauen in ihrem Alter zu motivieren, aktiv zu bleiben und ihre nächsten Jahre selbstbestimmt zu gestalten.

Gesellschaftliche Wahrnehmung des Alters

Um das Thema Altersdiskriminierung im Kontext ihrer Arbeit zu erweitern, verweist Nick auch auf die Ergebnisse einer Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes. Diese zeigt, dass viele Menschen in Deutschland Altersgrenzen unterschiedlich und oft niedrig wahrnehmen. So sehen 27% der Befragten 60 Jahre als Altersgrenze an, was die Gesellschaftsmeinung darüber, was es bedeutet, älter zu werden, reflektiert. Diese Ergebnisse können als Grundlage für Diskussionen über das Bild des Alterns in der Gesellschaft dienen und so auch Nicks künstlerische Arbeit beeinflussen.

Die Studie zeigte außerdem, dass 69% glauben, ältere Menschen seien gesundheitlich eingeschränkt, und 66% denken, sie seien einsam. Diese Wahrnehmung darf nicht in der Kunst widergespiegelt werden, die dazu beitragen kann, die Kluft zwischen den Generationen zu überbrücken. Nick verwendet ihre Erfahrungen als Schauspielerin, um diese Missverständnisse herauszufordern und ein authentisches Bild des Alters zu zeichnen.

In einem Mix aus persönlicher Reflexion und künstlerischer Präsentation ist Nick damit nicht nur Bühne, sondern auch ein Sprachrohr für eine Generation, die oft missverstanden wird. Ihre Rückkehr ins Theater versprach, sowohl unterhaltsam als auch aufschlussreich zu sein.

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Hamburg, Deutschland
Beste Referenz
hamburg.t-online.de
Weitere Infos
juliameyn.com

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