DeutschlandHamburg

Neuer Blitzer auf A24: So wird die Geschwindigkeit jetzt überprüft!

In Westmecklenburg wurde kürzlich der erste Blitzeranhänger im Einsatz genommen, der speziell für die Autobahn 24 konzipiert ist. Dieser innovative Anhänger kann zwischen PKW und LKW unterscheiden, was eine präzisere Verkehrsüberwachung ermöglicht. Der Nordkurier berichtet, dass die Testphase im Herbst letzten Jahres begann. Nun wurde der Anhänger an zwei Hauptmessstellen installiert: an der Wöbbeliner Brücke, wo eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 km/h wegen Bauwerkschäden gilt, und in einer 100er-Zone nahe Zarrentin in Fahrtrichtung Hamburg.

Unter der Leitung von Polizeihauptkommissar Thomas Voll wird das verantwortliche Team in Stolpe geschult. Die verwendete Messtechnik stammt von der Firma Vitronic und unterscheidet sich von den bisherigen Systemen, die die Polizei verwendet hat. Für die optimale Standortwahl des Blitzeranhängers wird eine sorgfältige Planung benötigt, um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer nicht zu gefährden. Hierfür wurden auch Anpassungen an der Wöbbeliner Brücke, insbesondere an einer leicht verrutschten Betonwand, vorgenommen.

Technische Details und Sicherheitsmaßnahmen

Die Messanlage ist technisch anspruchsvoll konzipiert und hat einen Messbereich von über 30 Metern. Sie kann gleichzeitig sechs Spuren überwachen. Zudem hat die Polizei angekündigt, bei den Messungen maßvolle Toleranzen zuzulassen, wobei das Hauptziel weiterhin die Einhaltung der Tempolimits bleibt.

Der Blitzeranhänger kann mit einem Video-Alarm-System ausgestattet werden, das einen zwei Meter großen Überwachungsbereich um den Anhänger abdeckt. Sensoren gewährleisten eine lückenlose Überwachung und umlaufende LEDs bieten eine umfassende Beleuchtung. Außerdem sind integrierte Kameras vorhanden, die Aufnahmen machen, um bei Vandalismus vorzubeugen, erläutert Vitronic.

Ziele in der Verkehrssicherheit

Im Kontext der Verkehrssicherheit stehen neue Initiativen des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV). Laut Informationen aus dem BMDV wurde im Jahr 2023 in Deutschland eine alarmierende Zahl von 2.519.525 Verkehrsunfällen registriert, darunter 2.839 Verkehrstote. Besonders betroffen sind Fußgänger und Radfahrende, die häufig innerorts verunglücken.

Das BMDV verfolgt das Ziel der „Vision Zero“, die die Zahl der Verkehrstoten bis 2030 um 40% senken will. Hierzu werden jährlich 15,4 Millionen Euro zur Prävention von Verkehrsunfällen bereitgestellt. Innovative Projekte wie „COLLISION ZERO“ sensibilisieren junge Menschen für Gefahren im Straßenverkehr, während das Projekt „KISStra“ sich auf die Sicherheit auf Autobahnen und Fernstraßen konzentriert und modernste Technologien wie KI einsetzt.

Die Implementierung des Blitzeranhängers ist somit ein weiterer Schritt in Richtung einer verantwortungsvolleren und sichereren Verkehrsinfrastruktur, die auch den Herausforderungen einer steigenden Verkehrsdichte Rechnung trägt.

Statistische Auswertung

Genauer Ort bekannt?
Wöbbeliner Brücke, 19243 Zarrentin, Deutschland
Beste Referenz
nordkurier.de
Weitere Infos
vitronic.com

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert