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Neuer Chef bei den LVB: Toralf Müller leitet die Verkehrsbetriebe!

Die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) stehen vor einem spannenden Zeitenwechsel. Ronald Juhrs, der derzeitige technische Geschäftsführer, wird Ende Oktober 2023 in den Ruhestand treten. Mit Wirkung zum 1. Oktober 2023 wird Toralf Müller die Verantwortung für diese Schlüsselposition übernehmen. Müller, ein 56-jähriger Maschinenbauingenieur aus Sangerhausen, Sachsen-Anhalt, bringt umfassende Erfahrung aus seiner vorherigen Tätigkeit als technischer Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe Hamburg Holstein mit. Zuletzt war er Mitglied der Geschäftsleitung bei der eMIS Deutschland GmbH in Hamburg. Müller hat seine Vorfreude auf die neue Rolle geäußert und plant, die LVB weiterzuentwickeln sowie neue Chancen für Innovation und Wachstum zu nutzen, wie lvz.de berichtet.

Die bevorstehenden Veränderungen bei den LVB sind Teil einer größeren strategischen Ausrichtung, die von der Notwendigkeit geprägt ist, die Herausforderungen des öffentlichen Nahverkehrs in Deutschland zu meistern. In den letzten Jahren haben sich die Rahmenbedingungen für den ÖPNV erheblich verschlechtert. Ein Anstieg der Energie- und Materialkosten sowie steigende Löhne haben dazu geführt, dass die LVB für das Jahr 2024 einen Zuschuss von 94 Millionen Euro beantragen müssen. Dieser Zuschuss wird über den Verkehrsleistungsfinanzierungsvertrag (VLFV) geregelt und ist entscheidend für die Aufrechterhaltung eines leistungsfähigen Nahverkehrs in der Region, wie l-iz.de ausführlich darlegt.

Fahrgastzahlen und Investitionen

Die LVB verzeichnete in den letzten Jahren einen stetigen Anstieg der Fahrgastzahlen. In den Jahren 2021 bis 2023 stiegen diese von 103 Millionen auf 153 Millionen. Für 2024 wird ein weiterer Anstieg auf 160 Millionen Fahrgäste prognostiziert, wobei realistisch eher mit 166 bis 170 Millionen zu rechnen ist. Dieser Anstieg wird teilweise dem Deutschlandticket zugeschrieben, dessen Preis von 49 Euro pro Monat im Jahr 2024 auf 58 Euro im Jahr 2025 steigen wird.

Um den Anforderungen an den Mobilitätssektor gerecht zu werden, plant die LVB massive Investitionen in neue Bahnen und den Ausbau des Gleisnetzes. Eine Einführung neuer XXL-Straßenbahnen, die 45 Meter lang und 2,40 Meter breit sind, ist für 2026 im Testbetrieb vorgesehen, jedoch mit einer einjährigen Verzögerung. Die endgültige Entscheidung über den regulären Fahrbetrieb hängt von den Testergebnissen ab.

Blick in die Zukunft

Während die LVB also vor der Herausforderng steht, den nahenverkehr in Leipzig zukunftssicher zu gestalten, wird der Übergang zur neuen Führungspersönlichkeit Toralf Müller entscheidend sein. Müller wird mit neuen Ideen und Ansätzen an die Herausforderungen herangehen, denen sich der öffentliche Nahverkehr in der Stadt gegenübersieht. Der Fokus wird auf der Weiterentwicklung der LVB liegen, um nicht nur die Effizienz zu steigern, sondern auch innovative Lösungen für die stetig wachsende Mobilitätsnachfrage zu finden. Die kommenden Monate werden zeigen, wie diese Ziele erreicht werden können und welchen Weg die Leipziger Verkehrsbetriebe unter neuer Führung einschlagen werden.

Statistische Auswertung

Genauer Ort bekannt?
Sangerhausen, Sachsen-Anhalt, Deutschland
Beste Referenz
lvz.de

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