
Neumünster wird von einem ungewöhnlichen Erfolg geprägt, denn der 40-jährige Simo Angelov hat bei der Deutschen Pizza-Meisterschaft auf der INTERNORGA in Hamburg den dritten Platz belegt. Angelov, der zugleich stellvertretender Küchenchef im Hotel Altes Stahlwerk in Neumünster ist, trat mit seiner eigenen Kreation „Magarita Vitalia“ an, die er mit viel Leidenschaft und handwerklichem Geschick zubereitete. Die Veranstaltung, die einen Schwerpunkt auf die Kunst des Pizzabäckens legt, zog zahlreiche Aussteller und Teilnehmer an und stellte das Können renommierter und aufstrebender Pizzabäcker in den Vordergrund.
Angelov kam 2011 aus Bulgarien nach Deutschland und hat sich seither im gastronomischen Bereich einen Namen gemacht. Seine Liebe zum Kochen erhielt er von seiner Mutter, und diese Leidenschaft lebt er nicht nur in seinem Beruf, sondern auch in seinem Privatleben, wo er die Kocharbeit mit seiner Frau Irena teilt. Gemeinsam ergänzen sie das italienische Büfett des Hotels um beliebte Pizzavariationen, die auch bei den Gästen großen Anklang finden.
Die Herausforderungen im Wettbewerb
Der Wettbewerb stellte Angelov vor große Herausforderungen. Er war als 23. Teilnehmer gelistet und hatte nur 15 Minuten Zeit, um zwei Pizzen in den Kategorien Napolitana und Classica zuzubereiten. Dabei musste er auf die richtige Zimmertemperatur seines Teigs achten, der aus Weizenmehl Typ „Keks“, Leinsamen und Vollkornsauerteig bestand. Die Pizza wird mit Büffelmozzarella, hausgemachtem Pesto und Tomatenstücken belegt und im Steinofen gebacken. Während des Wettbewerbs erreichte der Ofen eine Temperatur von 380 Grad, was über dem üblichen Rezeptniveau von 350 bis 370 Grad für Angelov liegt. Um den gewünschten Geschmack und die perfekte Konsistenz zu erzielen, musste der Teig bereits 48 Stunden vorher zubereitet werden, da er Sauerteig verwendete.
Angelov erhielt während des Wettbewerbs mentale Unterstützung von seinen Kollegen und dem Inhaber des Hotels. Diese Hilfe war entscheidend für seine Konzentration und seine Fähigkeit, sich gegen die italienische Konkurrenz durchzusetzen und sich für die bevorstehende Europameisterschaft zu qualifizieren.
Eine bedeutende Plattform für Pizzabäcker
Die INTERNORGA, die dieses Jahr ein besonderes Augenmerk auf Pizza legt, bot Angelov die ideale Plattform, um seine Fähigkeiten zu präsentieren. Die Messe ist bekannt für ihr umfangreiches Programm, das sowohl Workshops zur Pizza-Zubereitung als auch Akrobatik-Shows umfasst. In der Zusammenarbeit mit der renommierten Pizza-Schule in Berlin, die von Umberto Napolitano geleitet wird, wurden neue Ideen und Verarbeitungstechniken vermittelt. Diese Initiative stärkt den Austausch unter Fachleuten und fördert die Weiterentwicklung der Pizzakultur in Deutschland.
Für Angelov war die Meisterschaft jedoch erst der Anfang. Er plant, im kommenden Jahr erneut an der Meisterschaft teilzunehmen und seine Fähigkeiten weiter zu verfeinern. Seine Geschichte ist nicht nur ein Beweis für persönlichen Erfolg, sondern auch ein Zeichen für die wachsende Anerkennung der deutschen Pizzabäckerei auf internationalem Niveau.
Für weitere Details zu den Wettbewerben und den kommenden Veranstaltungen lohnt sich ein Blick in die umfassenden Informationen auf den Seiten der HOGA-Messe und der INTERNORGA.