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Kali-Krise in Thüringen: Grube Springen vor dem Aus? Sicherheit in Gefahr!

Die Situation um die geplante Entsorgung salzhaltiger Abwässer aus der Kali-Industrie in der Thüringer Grube Springen bleibt angespannt. Wie TAG24 berichtet, hat das Regierungspräsidium Kassel Mitte Februar das notwendige Einvernehmen für dieses Vorhaben versagt. K+S, das Unternehmen hinter dem Kali-Abbau, sieht sich damit konfrontiert, dass die Lagerung des salzhaltigen Abwassers in der Grube nahezu gescheitert ist. Seit Jahren sucht K+S nach Alternativen zur Entsorgung der Abwässer, die zuvor in die Werra geleitet wurden.

Der Kali-Abbau in der Region ist zwar vorerst nicht gefährdet, wie ein Unternehmenssprecher erklärte, doch die Unsicherheit bleibt. K+S rechnet nicht mit einer Genehmigung für die Einleitung des Abwassers in die Grube Springen, die als wichtige Entsorgungsalternative galt, um Arbeitsplätze in der Region zu sichern. Momentan sind etwa 4.700 Arbeitnehmer im Kali-Revier Werra beschäftigt, davon rund 2.000 in Thüringen.

Untersuchungen und Sicherheitsbedenken

Das Regierungspräsidium Kassel hat bei seiner Entscheidung eine umfassende Prüfung der geplanten Einleitung vorgenommen. Diese umfasste die Hinzuziehung eines spezialisierten Gutachterbüros sowie mehrere Erörterungstermine. K+S konnte jedoch nicht nachweisen, dass die Barriere zwischen den hessischen und thüringischen Bergwerksbereichen auch bei dauerhafter Einleitung von salzhaltigem Wasser selbstverständlich gewährleistet wäre. Die Ablehnung des Vorhabens wird durch besondere Prüfmaßstäbe zur Langzeitsicherheit verstärkt, insbesondere im Hinblick auf die Untertagedeponie Herfa-Neurode.

Für K+S, das auch für die unterirdischen Sicherungsarbeiten in den stillgelegten Kali-Gruben Merkers und Springen verantwortlich ist, stellt die Situation eine zusätzliche Belastung dar. Diese Arbeiten werden jährlich vom Land Thüringen finanziert. Der Kali-Abbau im thüringisch-hessischen Grenzgebiet erfordert zudem ein Staatsvertrag, der das Einvernehmen zwischen den Behörden von Thüringen und Hessen regelt.

Zukunft der Kali-Industrie

K+S ist zudem besorgt über die langfristigen Auswirkungen der abgelehnten Einleitung auf die Kali-Industrie. Fachleute des Unternehmens argumentieren, dass die Einleitung besonders aufbereiteter salzhaltiger Abwässer in die stillgelegte Grube sicher sei und auch zur Verbesserung der Wasserqualität der Werra und Weser beitragen könnte. Dennoch bleibt unklar, ob eine neue Lösung zur Entsorgung der Abwässer gefunden werden kann, die die bestehenden Herausforderungen bewältigt.

Die Debatte um die sichere Entsorgung salzhaltiger Abwässer in Thüringen wird durch die wirtschaftliche Bedeutung der Kali-Industrie noch verstärkt. Die unmittelbaren Folgen der Entscheidung könnten die Stabilität der Arbeitsplätze in der Region beeinträchtigen und eine Herausforderung für die zukünftige Entwicklung des Kali-Abbaus darstellen. In Anbetracht der bisherigen Gespräche und Studien wird erwartet, dass der Streit um die Abwasserentsorgung noch längere Zeit anhalten wird, was die Unsicherheit für die Arbeiter und die Industrie weiter verstärkt.

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Unterbreizbach, Thüringen, Deutschland
Beste Referenz
tag24.de
Weitere Infos
zeit.de

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