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Hoffnungsschimmer nach Erdbeben: Mann fünf Tage nach Katastrophe gerettet

Fünf Tage nach dem verheerenden Erdbeben in Myanmar, das am 28. März 2025 mit einer Stärke von 7,7 die Region erschütterte, wurde ein 26-jähriger Mann lebend aus den Trümmern eines Hotels in Naypyidaw gerettet. Die Rettungsaktion wurde durch ein Team aus türkischen und einheimischen Kräften durchgeführt, während die Hoffnung auf weitere Überlebende zu schwinden beginnt. Laut FAZ sind die offiziellen Berichte besorgniserregend: über 2700 Menschen verloren ihr Leben, und die tatsächliche Zahl könnte deutlich höher sein. Mehr als 400 Personen werden weiterhin vermisst, während mehr als 4500 Verletzte gezählt werden.

Die Zerstörung durch das Erdbeben ist umfassend. In der Umgebung des Epizentrums, welches etwa 16 Kilometer nordwestlich von Sagaing liegt, sind kritische Infrastrukturen wie Flughäfen und Straßen schwer beschädigt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat höchste Notfallstufe ausgerufen und benötigt dringend 8 Millionen Dollar für die humanitären Hilfsmaßnahmen ZDF. Aufgrund von bewaffneten Konflikten in der Region wird der Zugang für Hilfsorganisationen erschwert, was die Rettungsarbeiten zusätzlich kompliziert.

Staatstrauer und internationale Reaktionen

Infolge der Katastrophe rief die Militärregierung eine einwöchige Staatstrauer aus, wobei die Flaggen bis zum 6. April auf Halbmast gesetzt werden. Eine landesweite Schweigeminute ist ebenfalls für Dienstag angesetzt. Die Militäroberen berichten von 2.056 offiziell bestätigten Todesfällen, jedoch gibt es Bedenken, dass die tatsächlichen Zahlen über 10.000 hinausgehen könnten. Für viele Anwohner ist die staatliche Unterstützung bislang unzureichend – viele suchen selbst nach Vermissten ZDF.

Besonders besorgniserregend ist die Situation in der Region Sagaing, wo Hilfsorganisationen berichten, dass große Teile der Bevölkerung von der Zerstörung betroffen sind und nach lebenswichtigen Gütern verlangen. UNICEF hat bereits Hilfsmaßnahmen initiiert, um die schwächsten Bevölkerungsschichten, insbesondere Kinder, zu unterstützen, die unter traumatischen Erfahrungen leiden. Ebenso stellt sich die Frage der psychosozialen Unterstützung, da viele Kinder Angehörige verloren haben oder von ihren Eltern getrennt wurden UNICEF.

Herausforderung durch den Bürgerkrieg

Die militärischen Konflikte, die Myanmar seit Jahren erschüttern, stellen ein bedeutendes Hindernis für die humanitäre Hilfe dar. Seit dem Putsch im Jahr 2021 kämpft die Junta gegen ethnische und pro-demokratische Gruppen. Vor dem Erdbeben waren schätzungsweise 3,5 Millionen Menschen durch den Bürgerkrieg vertrieben worden. UN-Sondergesandte Julie Bishop fordert die Konfliktparteien nachdrücklich auf, die Zivilbevölkerung und humanitäre Helfer zu schützen FAZ.

Zusätzlich zu den umfassenden Herausforderungen, die der Bürgerkrieg mit sich bringt, hat Juntachef Min Aung Hlaing angekündigt, die „defensiven Maßnahmen“ gegen „Terroristen“ fortzusetzen. Berichte über Luftangriffe auf Hilfskonvois und Warnschüsse auf das Chinesische Rote Kreuz untermauern die prekäre Sicherheitslage FAZ.

In Thailand gab es ebenfalls erhebliche Verwüstungen, darunter der Einsturz eines 30-stöckigen Hochhauses in Bangkok, das mindestens 22 Menschen das Leben kostete. Über 70 Personen gelten als vermisst, was die Tragödie in der Region weiter verstärkt FAZ.

Statistische Auswertung

Genauer Ort bekannt?
Naypyidaw, Myanmar
Beste Referenz
faz.net
Weitere Infos
zdf.de

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