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Los Angeles: Historische Einigung über 4 Milliarden Dollar für Missbrauchsopfer!

Der Kreis Los Angeles hat eine bahnbrechende Einigung über vier Milliarden Dollar erzielt, um rund 7.000 zahlreichen Opfern sexuellen Missbrauchs in Jugendanstalten und Kinderheimen eine Entschädigung zu bieten. Diese Einigung ist die größte ihrer Art und folgt auf jahrzehntelange Berichte über schwerwiegende Misshandlungen im Jugendhilfesystem, darunter auch das berüchtigte MacLaren Children’s Center, das als „Horrorhaus“ bezeichnet wurde. Diese komplexe Vereinbarung wurde nach der Lockerung der Verjährungsfristen durch ein neues kalifornisches Gesetz im Jahr 2020 möglich gemacht, wodurch Überlebende von sexuellem Missbrauch die Gelegenheit erhielten, gegen ihre Peiniger rechtlich vorzugehen.

Die „Los Angeles Times“ bezeichnete die Einigung als beispiellos und als historisch für den Bezirk. Fesia Davenport, die Chef für die Stadtverwaltung, entschuldigte sich namens des Kreises bei den Betroffenen. In vielen der vorgebrachten Klagen wurden Misshandlungen und sexueller Missbrauch durch Personal in Einrichtungen für Jugendliche und in Pflegefamilien angeprangert.

Hintergrund zur Einigung

Der entscheidende Anstoß für die Einigung war ein Gesetz aus dem Jahr 2020, welches das Verjährungsrecht für sexuelle Missbrauchsfälle betraf und Opfern ermöglichte, ihre Ansprüche innerhalb von drei Jahren geltend zu machen. Vor diesem Gesetz waren viele Klagen aufgrund von abgelaufenen Fristen gescheitert. Die Einigung umfasst nicht nur die finanziellen Entschädigungen, sondern auch angemessene Maßnahmen zur Prävention zukünftiger Übergriffe, darunter die Einrichtung einer Hotline zur Meldung von Missbrauchsvorfällen und die Beschleunigung von Ermittlungen.

Die Schwere der Vorwürfe gegen das MacLaren Children’s Center, das 2003 geschlossen wurde, wird durch Berichte über sexuellen Missbrauch durch Mitarbeiter und Ärzte sowie andere Formen der Misshandlung unterstrichen. Diese Einrichtung, die ursprünglich zur sicheren Unterbringung von Kindern gedacht war, war über viele Jahre hinweg unter der Aufsicht von Probationsbeamten und später von der Abteilung für Kinder und Familiendienste.

Finanzielle Auswirkungen und zukünftige Herausforderungen

Die Einigung muss noch von einem Schadenregulierungsausschuss sowie dem Aufsichtsgremium geprüft werden und steht unter dem Druck eines finanziell angespannten Umfelds für Los Angeles County. Die Landkreisverwaltung sieht sich nicht nur mit den Einnahmen aus Washington, sondern auch mit den hohen Kosten für die Bewältigung von Flächenbränden und der Wohnungsnot konfrontiert. Diese finanziellen Herausforderungen werfen die Frage auf, wie der Bezirk die erforderlichen Mittel aufbringen kann, um den Opfern gerecht zu werden.

Angesichts der enormen Summe von vier Milliarden Dollar, die die größte bekannte Einigung in einem sexuellen Missbrauchsfall darstellt, sind die finanziellen Folgen für den Landkreis nachhaltig. Zum Vergleich: Die Einigung der Boy Scouts of America im Jahr 2022 betrug 2,6 Milliarden Dollar.

Die Überlebenden haben durch diesen Schritt eine Stimme und Anerkennung für die Erlittenen Verletzungen erhalten. Doch die Arbeit ist noch nicht beendet. Die Versprechen zur Verbesserung der Kinderschutzsysteme und die Schaffung von Mechanismen zur Verhinderung künftiger Übergriffe stehen nun im Fokus der Öffentlichkeit und der Behörden.

Los Angeles steht also an einem Wendepunkt, während es versucht, die Wunden der Vergangenheit zu heilen und gleichzeitig die Grundlage für eine sicherere Zukunft für die nächste Generation zu legen.

Statistische Auswertung

Genauer Ort bekannt?
Los Angeles County, USA
Beste Referenz
bnn.de
Weitere Infos
sfgate.com

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