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Trump kündigt massive Zölle an: Droht ein Handelskrieg mit Europa?

US-Präsident Donald Trump hat heute ein umfangreiches Zollpaket angekündigt, das weitreichende Folgen für den internationalen Handel haben könnte. Laut bnn.de zeigt sich Trump offen für Verhandlungen mit den betroffenen Ländern. Sein Ziel ist es, den USA durch die neuen Zölle Verhandlungsmacht zu verleihen und gleichzeitig angeblich unfairen Handelspraktiken entgegenzuwirken.

Ein zentrales Element des angekündigten Pakets betrifft die Plattform TikTok. Trump räumt dem Unternehmen eine Gnadenfrist von 75 Tagen ein, bis zum 5. April, um einen Verkauf zu organisieren oder in den USA vom Netz zu gehen. Der Präsident geht davon aus, dass diese Maßnahmen viele Unternehmen dazu bewegen werden, ihre Produktion in die USA zu verlagern. Auf Twitter äußerte er: „Keine Zölle, wenn Werke in den USA gebaut werden.“

Geplante Zölle und deren Kritik

Im Rahmen der neuen Zollpolitik sollen Zölle von 20% auf Waren aus der EU und 25% auf Autos verhängt werden. ZDF-Wirtschaftsexperte Florian Neuhann hat Trumps Ansatz als unvollständig und einseitig kritisiert. Er hebt hervor, dass die USA selbst von diesem Handelsaustausch profitieren und der Handel kein Nullsummenspiel ist. Insbesondere fordern die neuen Zölle von den europäischen Handelspartnern, sich schnell umzuorientieren.

Die Handelsbilanz zwischen Deutschland und den USA zeigte im Jahr 2024 Exporte deutscher Waren im Wert von 161 Milliarden Euro, während die Importe aus den USA mit 91 Milliarden Euro deutlich geringer waren. Neuhann zufolge könnte Trumps Zollpolitik die USA als Markt weniger attraktiv machen und darüber hinaus die Inflation anheizen.

Reaktionen und Zukunftsausblick

Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, hat die neuen Zölle als schweren Schlag für die Weltwirtschaft bezeichnet. Die EU plant bereits Gegenmaßnahmen, jedoch sind die Details dazu noch unklar. In Anbetracht der Unsicherheiten, die Trumps Politik hervorruft, warnt Neuhann vor negativen Auswirkungen auf die europäische und globale Wirtschaft.

Um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben, schlägt Neuhann vor, dass Europa den Handel mit anderen Regionen ausbauen sollte. Er betont, dass die Dienstleistungen in Trumps Kalkulation nicht berücksichtigt werden, und dass die USA mehr Dienstleistungen nach Deutschland und Europa exportieren als umgekehrt. Dies könnte die Argumentation Trumps, die auf einer rein bilateralen Handelsebene fußt, untergraben.

Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass die neue Zollpolitik unter Trump erhebliche Unsicherheiten für den globalen Handel mit sich bringt. Die Reaktionen sowohl aus den USA als auch aus Europa werden mit Spannung verfolgt, während die betroffenen Regierungen strategische Antworten ausarbeiten müssen.

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USA
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bnn.de

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