Deutschland

Mehrheit der Deutschen fordert stärkeren EU-Schutz gegen Krisen!

In einer aktuellen Eurobarometer-Umfrage äußern die Bürger der Europäischen Union einen klaren Wunsch nach einer stärkeren Rolle der EU beim Schutz vor globalen Krisen und Sicherheitsbedrohungen. Über 26.000 Menschen aus 27 Mitgliedstaaten wurden zwischen dem 9. Januar und dem 4. Februar 2025 befragt, und die Ergebnisse zeigen ein eindrucksvolles Bild des Wunsches nach mehr Unterstützung durch Brüssel. Laut der Umfrage wünschen sich 66 % der EU-Bürger eine aktivere Rolle der Union in diesem Bereich, wobei die Zustimmung in Deutschland mit 73 % besonders stark ausgeprägt ist. ZVW berichtet, dass 43 % der Deutschen die Themen Verteidigung und Sicherheit als besonders wichtig erachten.

Roberta Metsola, Präsidentin des Europäischen Parlaments, kommentiert die Ergebnisse der Umfrage als deutlichen Aufruf zum Handeln. Sie unterstreicht, dass zwei Drittel der Teilnehmer eine Gewährleistung des Schutzes durch die EU fordern, um gegen die aktuellen Herausforderungen gewappnet zu sein. Die Umfrage offenbart, dass besonders in Deutschland und anderen EU-Ländern ein starkes Verlangen nach einer geschlossenen und koordinierten Reaktion der Mitgliedstaaten auf Krisen besteht.

Die wichtigsten Anliegen der Bürger

Die Umfrage zeigt unterschiedliche Prioritäten je nach Mitgliedstaat. Beispielsweise legen Italiener den Fokus auf Wettbewerbsfähigkeit, Wirtschaft und Industrie, während Spanier Bildung und Forschung als besonders wichtig erachten. Im Gegensatz dazu wird die Kultur von Deutschen und anderen EU-Bürgern als weniger relevant wahrgenommen. Insgesamt glauben 74 % der EU-Bürger, dass ihr Land von der EU-Mitgliedschaft profitiert. In Deutschland sind es sogar 76 %, was über dem EU-Durchschnitt liegt.

  • Wichtige Themen für die EU:
  • Verteidigung und Sicherheit: 36 %
  • Wettbewerbsfähigkeit, Wirtschaft und Industrie: 32 %
  • Energieunabhängigkeit: 27 %
  • Ernährungssicherheit: 25 %
  • Bildung und Forschung: 23 %

Ebenfalls bemerkenswert ist, dass 91 % der Deutschen ein geschlossenes Auftreten der EU-Staaten gegenüber globalen Herausforderungen fordern. Diese Zahl spiegelt sich im gesamten EU-Raum wider, wo 89 % der Bürger eine koordinierte Herangehensweise unterstützen. Angesichts internationaler Krisen ist der Ruf nach mehr Ressourcen zur Bewältigung anstehender Herausforderungen ebenfalls laut, mit 76 % der EU-Bürger, die mehr Mittel fordern.

Sicherheitsbedenken und der Lebensstandard

Ein weiteres zentrales Thema sind Sicherheitsbedenken. In Deutschland empfinden 42 % der Bürger Verteidigung und Sicherheit als vorrangig, gefolgt von Migration und Asyl (40 %) sowie der Inflation (37 %). Europaweit sehen 43 % die Inflation und die steigenden Lebenshaltungskosten als drängendstes Problem. Der Lebensstandard wird als gefährdet wahrgenommen; 33 % der Befragten erwarten in den nächsten fünf Jahren einen Rückgang, wobei dies in Deutschland bei 47 % liegt.

Zusammenfassend zeigt die Eurobarometer-Umfrage eindringlich, dass Europäer eine aktive Rolle der EU fordern, um Krisen gemeinsam zu bewältigen und ihre Sicherheit zu gewährleisten. Roberta Metsola betont die Notwendigkeit, diese Botschaften ernst zu nehmen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen, um das Vertrauen der Bürger zu stärken und die EU zu einer schlagkräftigen Gemeinschaft zu formen. Die EU hat demnach die Chance, ihre Bürger durch gezielte Maßnahmen und eine klare Positionierung in Sicherheitsfragen enger an sich zu binden, was in Zeiten globaler Unsicherheiten von höchster Bedeutung ist. European Parliament berichtet, dass die Zustimmung zur EU-Beteiligung an Krisenmanagement und deren Vorbereitung sehr hoch ist, was den Wunsch der Bürger nach stärkerer Unterstützung untermauert.

Statistische Auswertung

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Deutschland
Beste Referenz
zvw.de
Weitere Infos
europarl.europa.eu

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