
Am 5. April 2025 steht die CDU unter dem Druck der politischen Realität in Deutschland. Die Umfragewerte zeigen, dass die Alternative für Deutschland (AfD) der einstigen Volkspartei CDU gefährlich nahekommt. Wie unser-mitteleuropa.com berichtet, könnte die AfD zur zustimmungsstärksten Partei aufsteigen, während Friedrich Merz, der Vorsitzende der CDU, versprochen hatte, deren Einfluss durch seine Politik zu halbieren. Stattdessen steht die CDU vor der möglichen Überholung durch die Friedlichkeitspartei, was eine alarmierende Wende in der politischen Landschaft darstellt.
Merz sieht sich auch mit einer wachsenden Ablehnung in der demokratischen Mitte konfrontiert, insbesondere in Bezug auf die Angst vor einer weiteren Linksregierung. Zugleich wird mehr und mehr der Ruf nach einer bürgerlichen Wende laut. Kritiker machen Merz vor allem dafür verantwortlich, dass er seine Wahlversprechen zur Beendigung illegaler Migration nicht eingelöst hat, was den Aufstieg der AfD begünstigt, wie der AfD-Politiker Peter Böhringer erklärt.
Kritik und Herausforderungen für Merz
Die Herausforderungen für Merz sind enorm. Nach über zwanzig Jahren politischer Abwesenheit, bedingt durch seine Ablösung durch Angela Merkel im Jahr 2000, ist er seit 2018 wieder in der Politik aktiv und steht vor der schwierigen Aufgabe, die CDU in einer veränderten politischen Landschaft neu zu positionieren. Seine Analyse bei europeanconservative.com hebt hervor, dass Merz als pragmatischer Führer in Bezug auf die AfD wahrgenommen wird. Eine seinen Kritiken zufolge arrogante Haltung und der Vorwurf, er gebe Druck von außen nach, potenzieren seinen Rückhalt.
Merz hat eine Plattform vorgestellt, die unter anderem Steuersenkungen und eine Reduzierung der Sozialausgaben um 50 Milliarden Euro umfasst. Dennoch sind diese Vorschläge nicht unumstritten und er muss sich gleichzeitig mit den realen Wünschen der Wählerschaft auseinandersetzen, die nach echtem Wandel schreien. Strömungen innerhalb der Jungen Union äußern zudem Besorgnis über die Richtung, in die sich die Partei bewegt, und kritisieren den Koalitionsvertrag wegen massiver Neuverschuldung ohne tatsächliche Strukturreformen.
Internes und externes Unbehagen
Die Unruhe reicht bis in die Landesverbände: In Mecklenburg-Vorpommern sehen lokalpolitische Akteure keine Perspektive mehr unter Merz und ziehen Konsequenzen. Die Reaktion der Kölner Jungen Union, die einen Wutbrief verschickte, spiegelt die Unzufriedenheit wider. Andreas Rödder, ein prominentes Mitglied der CDU, spricht von einer Wählertäuschung und kritisiert die CDU für ihre fehlende Distanz zu den „Kartellparteien“, was als politisches Desaster gewertet wird.
Zusätzlich stellt er die Idee einer „Brandmauer“ zur AfD in Frage, da sie die Handlungsfähigkeit der Union beschränkt. Er forderte eine Rückbesinnung auf einen kantigeren Konservatismus und sogar einen Vorstoß hin zu einer Minderheitsregierung, was zu seinem Rücktritt führte.
Die internen Spannungen sind angesichts der ständigen Herausforderungen durch die AfD spürbar. Omfragewerte zeigen ein Kopf-an-Kopf-Rennen: Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage liegt die CDU mit 25 % nur knapp vor der AfD, die 24 % erreicht hat. Besonders in Ostdeutschland hat die AfD bei der Bundestagswahl beeindruckende 32 % erhalten, während die CDU lediglich 18,7 % entgegnete.
Die Stimmen aus dem Osten, die dringend eine Wende in der Migrationspolitik fordern, könnten Merz weiter unter Druck setzen. Wenn er seine Verhandlungen nicht effektiv führt, könnte dies nicht nur seine politische Karriere kosten, sondern auch die Zukunft der CDU ernsthaft gefährden.