
Ein Cold Case, der die Behörden seit 1989 beschäftigt, erhält neue Aufmerksamkeit. Der Mord an Norbert Stolz, einem 20-jährigen Bundeswehrsoldaten, ereignete sich am 24. Juni 1989 in der Bundeswehrkaserne am Butzweilerhof in Köln-Ossendorf. Stolz war kurz nach seinem Wehrdienstantritt brutal erstochen worden. Im Wachraum wurde seine Leiche mit mehreren schweren Stichwunden im Oberkörper aufgefunden, als ein Offizier ihn entdeckte. Bemerkenswert ist, dass Stolz in der fraglichen Nacht fast alleine auf dem Kasernengelände war. Lediglich ein gleichaltriger Soldat war ebenfalls im Dienst, und der letzte lebende Kontakt zu Stolz war am Freitagabend gegen 22 Uhr.
Nach mehr als drei Jahrzehnten ohne konkrete Tatverdächtige oder ein erkennbares Motiv hat die Polizei beschlossen, den Fall neu aufzurollen. Berichten zufolge wird dies im Rahmen der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ am 5. März 2025 geschehen. Die Ermittler prüfen, ob der Täter möglicherweise über eine geöffnete Kellertür in die Kaserne eindringen konnte. Zeugen werden aufgerufen, Hinweise zur Tatnacht, zu Verdächtigen oder möglichen Motiven zu geben. Die Polizei ist telefonisch unter 0221/2290 oder per E-Mail an poststelle.koeln@polizei.nrw.de erreichbar, und jegliche Unterstützung könnte entscheidend sein, um Klarheit in den ungelösten Mordfall zu bringen. t-online.de berichtet, dass …
Neue Entwicklungen und Verhaftungen
Erst kürzlich gab es im Themenbereich Cold Cases einen weiteren bemerkenswerten Fall. Am 14. Februar 2023 wurde ein 56-jähriger Kölner wegen Mordverdachts verhaftet, genau 35 Jahre nach einer anderen schweren Straftat. Der Verdächtige steht im Verdacht, in der Nacht zum Karnevalssonntag im Februar 1988 eine 24-jährige Frau in der Kölner Altstadt erwürgt zu haben. Der Hinweis auf diesen Verdächtigen kam während der Fahndungssendung „Aktenzeichen XY“ im Dezember 2022 ans Licht. Die Ermittler, die in Zusammenarbeit mit der Einheit „Besondere Aufbauorganisation Cold-Cases“ des Landeskriminalamts NRW arbeiten, nutzen neue Analyseverfahren, um alte Fälle wieder aufzurollen. Die Analyse des Falls des Mordes an der 24-Jährigen könnte ein Vorbild für den erneuten Blick auf den Fall Stolz sein. Stuttgarter Nachrichten berichten, dass …
Der Aufstieg der Cold Case-Ermittlungen hat auch einen größeren gesellschaftlichen Diskurs über ungelöste Verbrechen angestoßen. Die Behörden sind bestrebt, die Öffentlichkeit einzubeziehen und innovative Techniken zur Verbrechensaufklärung zu nutzen. Diese neuesten Schritte könnten zu weiteren Fortschritten in den Ermittlungen und möglicherweise sogar zu neuen Verhaftungen führen.
Die Rückkehr zu ungelösten Fällen ist ein Zeichen für eine wachsende Entschlossenheit der Ermittlungsbehörden, den Opfern gerecht zu werden und den Familien der Betroffenen Klarheit zu bieten. In diesem Kontext gehört der Fall Stolz zu den dringendsten und am meisten beachteten Fällen in Deutschland.