
Elon Musk steht offenbar vor dem Rückzug aus seiner Position als Effizienzberater für US-Präsident Donald Trump. Berichte aus US-Medien deuten darauf hin, dass Musk in den kommenden Wochen seinen Rücktritt bekanntgeben wird. In einem Einvernehmen zwischen Trump und Musk wird vereinbart, dass sich der Tech-Milliardär wieder seinen Unternehmen widmen soll. Hintergrund dieser Entscheidung ist, dass Musk innerhalb der Regierung als „politische Belastung“ wahrgenommen wird, was zu Unsicherheiten führte.
Musks Amtszeit als Effizienzberater war von Anfang an auf 130 Tage festgelegt. Diese endet offiziell Ende Mai oder Anfang Juni 2025. Während seiner Zeit in der neu gegründeten Effizienzbehörde DOGE hat Musk hohe Einsparungsmaßnahmen eingeleitet, darunter Massenkündigungen und die Auflösung ganzer Behörden. Laut Schätzungen hat DOGE bis Ende März bereits Einsparungen in Höhe von 115 Milliarden Dollar realisiert, allerdings gibt es Zweifel an der Nachvollziehbarkeit dieser Berechnungen.
Herausforderungen und Kontroversen
Musk hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Ende seiner Amtszeit das US-Bundeshaushaltsdefizit um eine Billion Dollar zu reduzieren. Dies erfordert eine Kürzung der Gesamtausgaben von etwa sieben Billionen auf sechs Billionen Dollar. Musks Pläne, täglich vier Milliarden Dollar an „Verschwendung und Betrug“ zu eliminieren, stehen jedoch in der Kritik. Experten bezweifeln, dass dies möglich ist, ohne kritische Sozialversicherungsleistungen anzutasten, was Trump ausgeschlossen hat.
Das Effizienzministerium DOGE wurde als offenes Buch bezeichnet, wobei Musk Vorwürfe, eigene Interessen bei politischen Entscheidungen zu verfolgen, zurückwies. Dennoch gibt es zusätzliche Herausforderungen: Musk wird als unberechenbar angesehen, und es bestehen Bedenken bezüglich seiner Aussagen zur Ebola-Präventionsforschung, die von der USAID gestrichen wurde.
Ein hoher Beamter betonte, dass Musk nicht vollständig aus dem Umfeld Trumps verschwinden wird. Trotz dieser Unsicherheiten hat Musk weiterhin Pläne veröffentlicht, um die bereits gesetzten Einsparungen zu beschleunigen. In einem Fox News-Interview stellte Musk auch sein Team vor, das eine Reihe von Innovationen in der Regierungsführung anstrebt.
Abschließend bleibt die Frage offen, ob Musk nach seiner Amtszeit eine Anschlussanstellung anstrebt und wie die politische Landschaft auf seine Rückkehr in die Unternehmenswelt reagieren wird. Währenddessen sieht sich seine Elektroauto-Firma Tesla mit sinkenden Absätzen und Berichten über Vandalismus und Demonstrationen konfrontiert. Sein wirksames Wirken innerhalb der Regierung und die politischen Gegenreaktionen werden auch weiterhin kritisch verfolgt.