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Augsburg und Co.: Neue Risikogebiete für FSME entdeckt!

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat am 27. Februar 2025 drei neue Risikogebiete für die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) in Deutschland ausgewiesen. Dazu gehören der Stadtkreis Augsburg, der Landkreis Elbe-Elster in südlichem Brandenburg sowie der Landkreis Celle in Niedersachsen. Diese Entwicklung führt die Gesamtzahl der ausgewiesenen FSME-Risikogebiete bundesweit auf 183 an. Insbesondere in Bayern, Baden-Württemberg und Südhessen sind die Risikogebiete am häufigsten anzutreffen, wie pnp.de berichtet.

FSME wird durch Viren verursacht, die über Zeckenstiche übertragen werden und kann schwere Entzündungen der Hirnhäute, des Gehirns sowie des Rückenmarks auslösen. Im Jahr 2024 wurden 686 FSME- Erkrankungen registriert, die zweithöchste Zahl seit Beginn der Datenerfassung im Jahr 2001. Dies entspricht nahezu dem Doppelten des jährlichen Medianwertes von 352 Erkrankungen, was die Dringlichkeit von Präventionsmaßnahmen unterstreicht.

Risikogebiete und Empfehlungen

Ein Land oder ein Landkreis wird vor allem dann als Risikogebiet für FSME eingestuft, wenn in einem Zeitraum von fünf Jahren mindestens ein Fall pro 100.000 Einwohner aufgetreten ist. In einigen Risikogebieten wurden sogar bis zu 40 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner registriert. Es wird jedoch betont, dass die Wahrscheinlichkeit, an FSME zu erkranken, in diesen Gebieten trotz der Einstufung als Hochrisiko sehr gering ist. Nur etwa 0,1 bis 5 % der Zecken tragen das FSME-Virus.

Gerhard Dobler, Leiter des Nationalen Konsiliarlabors für FSME, empfiehlt sogar, ganz Deutschland als Risikogebiet zu betrachten. Vor diesem Hintergrund rät die Ständige Impfkommission (Stiko) dazu, sich in Risikogebieten impfen zu lassen, insbesondere für Personen, die beruflich exponiert sind, wie Beschäftigte in der Forst- oder Landwirtschaft.

Geografische Verbreitung und internationale Situation

Die Risikogebiete für FSME in Deutschland sind vor allem in den Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Niedersachsen zu finden. Zudem gibt es auch einige Risikogebiete in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. In Norddeutschland hingegen ist die Gefährdung gering, da dort kaum Zecken vorkommen, die FSME-Viren tragen.
Eine umfassende Übersicht über die FSME-Risikogebiete bietet die Website des RKI, wo auch eine Karte zur Verfügung steht.

International gibt es ebenfalls Regionen mit erhöhtem Risiko. In Osteuropa sind insbesondere Tschechien, Litauen, Estland und Polen betroffen. Auch Teile von Österreich, Ungarn, Kroatien, Schweden und Finnland zeigen ein erhöhtes Risiko. Im Gegensatz dazu wird das FSME-Virus in Ländern wie Italien, Frankreich, Norwegen und Dänemark kaum übertragen, während Großbritannien, Griechenland, Spanien sowie die Benelux-Staaten nahezu FSME-frei sind, wie gesundheitsinformation.de erläutert.

Statistische Auswertung

Genauer Ort bekannt?
Stadtkreis Augsburg, Deutschland
Beste Referenz
pnp.de

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