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Neues Lebenszeichen: Charterflug für Afghanen landet bald in Hannover!

Ein weiterer Charterflug mit geflüchteten Afghanen wird in Deutschland erwartet. Der Flug soll am Mittwoch in Islamabad starten und am Donnerstag in Hannover landen. Dies berichtet Focus. An Bord werden Afghaninnen und Afghanen sein, die eine Aufnahmezusage der Bundesregierung besitzen.

Viele der Betroffenen warten bereits seit Monaten in Pakistan auf ihre Ausreise. Diese Verzögerungen resultieren aus langwierigen Prüfungen der deutschen Behörden. Das Bundesinnenministerium hat den Flug bislang auf Anfrage nicht bestätigt oder dementiert.

Warten auf den sicheren Hafen

Aktuell warten rund 2800 gefährdete Afghaninnen und Afghanenen in Pakistan auf eine definitive Ausreise. Diese Personen müssen ein umfassendes Visaverfahren durchlaufen, das mit strengen Sicherheitsüberprüfungen verbunden ist. Die staatliche deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) unterstützt die Afghanen während ihres Aufenthalts in Pakistan.

Die Kosten für die Unterbringung, Versorgung, medizinische Dienstleistungen und psychosoziale Betreuung in der Zeit von 2022 bis 2024 belaufen sich auf beachtliche 82,7 Millionen Euro. Diese Investitionen sind notwendig, da die pakistanische Regierung den Druck auf geflüchtete Afghanen erhöht hat, das Land zu verlassen – entweder in Drittstaaten oder zurück nach Afghanistan.

Der Kontext der Migration

Afghanistan gehört zu den Hauptländern, aus denen Geflüchtete nach Deutschland kommen. Laut Mediendienst Integration leben etwa 476.000 Menschen mit Einwanderungsgeschichte aus Afghanistan in Deutschland, was sie zur zweitgrößten Gruppe von Schutzsuchenden im Land macht, nach syrischen Flüchtlingen. Von diesen leben etwa 322.600 als Schutzsuchende in Deutschland.

Die Mehrheit der afghanischen Schutzsuchenden ist männlich und jung; rund ein Drittel sind Frauen und ein Drittel minderjährig. Im Jahr 2024 stellten 34.149 Afghan*innen zum ersten Mal einen Asylantrag in Deutschland. Die Zahl der Asylanträge hat seit 2021, dem Jahr der Machtübernahme durch die Taliban, deutlich zugenommen.

Besonders schutzbedürftige Gruppen, wie afghanische Ortskräfte, haben seit dem Machtwechsel spezielle „Aufnahmezusagen“ nach §22 Aufenthaltsgesetz erhalten. Zwischen August 2021 und März 2025 erhielten 24.777 Personen im Rahmen des „Ortskräfteverfahrens“ eine solche Aufnahmezusage. Davon sind 20.806 Personen tatsächlich in Deutschland eingereist.

Darüber hinaus erhalten 18.080 Personen im Rahmen der „Menschenrechtsliste“ eine „Aufnahmeerklärung“, von denen 14.075 nach Deutschland eingereist sind. Auch 3.081 Personen unter dem Bundesaufnahmeprogramm für besonders gefährdete Afghanen haben eine Aufnahmezusage, wobei bisher 1.337 eingereist sind.

Statistische Auswertung

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Hannover, Deutschland
Beste Referenz
focus.de

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