
Am Donnerstag, den 3. April 2025, kam es auf der B404 in Geesthacht zu einem Auffahrunfall zwischen zwei Linienbussen. Der Vorfall ereignete sich gegen 17 Uhr während des Feierabendverkehrs, was die Situation zusätzlich komplizierte. Die Leitstelle ging zunächst von einem „Massenanfall an Verletzten“ aus und alarmierte ein Großaufgebot des Rettungsdienstes.
Bei dem Unfall hielt ein Linienbus an der Haltestelle „Bauernvogtsweg“ im Ortsteil Besenhorst, als ein nachfolgender Busfahrer nicht rechtzeitig bremsen konnte und mit dem Heck des stehenden Busses kollidierte. Die Wucht des Aufpralls führte dazu, dass mehrere Scheiben zerbrachen und Splitter umherflogen. Letztlich gab es mehrere Leichtverletzte und eine schwer verletzte Frau, während die meisten Fahrgäste ihre Reise mit anderen Bussen fortsetzen konnten. Die Situation war weniger dramatisch als zunächst angenommen, berichtete die Lübecker Nachrichten.
Rettungseinsatz und Verkehrslage
Aufgrund des Notrufs wurden Notfallsanitäter und Notärzte aus Herzogtum Lauenburg sowie Rettungswagen aus den umliegenden Regionen Stormarn und Lüneburg entsandt. Der erste Notarzt vor Ort war Dr. Florentin Stachow, der ehrenamtlich für die DLRG tätig ist. Trotz der ursprünglichen Annahme eines massiven Einsatzes konnte der Rettungsdienst nicht alle Betroffenen sofort sichten.
Der Auffahrunfall war nicht der einzige Vorfall, der an diesem Tag in Geesthacht stattfand. Es war bereits der dritte größere Unfall, nach einem schweren Unfall auf der Elbuferstraße und einem Crash auf der B5. Diese Unfälle führten zu langen Rückstaus auf der B404, sowohl für Fahrzeuge, die von der A25 kamen, als auch in die andere Richtung.
Verkehrssicherheit im Fokus
Die Vorfälle in Geesthacht werfen ein Licht auf die allgemeine Verkehrssicherheit in Deutschland. Laut dem Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) wurden im Jahr 2023 rund 2.519.525 Verkehrsunfälle registriert, wobei 2.839 Verkehrstote zu beklagen waren. Über zwei Drittel dieser Unfälle ereigneten sich innerorts, häufig mit Radfahrenden und Fußgängern als Geschädigte.
Das BMDV verfolgt mit der Initiative „Vision Zero“ das Ziel, die Zahl der Verkehrstoten bis 2030 um 40% zu senken. Jährlich werden rund 15,4 Millionen Euro für die Prävention von Verkehrsunfällen bereitgestellt. Projekte wie „COLLISION ZERO“ nutzen modernste Technologien wie Virtual Reality, um Jugendliche für Gefahren im Straßenverkehr zu sensibilisieren. In ähnlicher Weise entwickelt das Projekt „KISStra“ innovative KI-Methoden zur systematischen Erfassung von Unfallgeschehen und Verkehrsinfrastruktur.
Diese Initiativen sind wichtig, um die Sicherheit auf den Straßen zu erhöhen und Vorfälle wie die in Geesthacht zu verhindern. Der aktuelle Auffahrunfall zeigt einmal mehr die Dringlichkeit solcher Maßnahmen und die Notwendigkeit, die Verkehrssicherheit in den Fokus der öffentlichen Diskussion zu rücken.