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Katzenelend im Tierheim Bochum: Tierschutz am Limit!

Der Tierschutz in Deutschland steht vor einer alarmierenden Herausforderung. Besonders in Nordrhein-Westfalen haben Tierheime, wie das in Bochum, gravierende Probleme mit der Überfüllung durch Tiere. Derwesten berichtet, dass Facebook-Nutzer kürzlich ihr Entsetzen über das Leid der Tiere im Tierheim Bochum äußerten. Die Situation hat sich in den vergangenen Monaten zugespitzt, insbesondere durch eine Welle trächtiger Katzen, die häufig von März bis April zu beobachten ist.

Am 20. März postete das Tierheim ein Bild einer trächtigen Katze, die mindestens vier Kätzchen erwartete. Die Verantwortlichen berichten von einem turbulenten Vorjahr und befürchten, dass die kommenden Monate nicht besser werden. Gründe für die Abgabe trächtiger Katzen sind oft finanzieller, gesundheitlicher oder häuslicher Natur, wie Umzüge und ähnliche Veränderungen.

Überfüllte Tierheime und Kastrationsappell

Die Stadt Bochum hat bereits 2018 beschlossen, dass Freigängerkatzen registriert und kastriert werden müssen. Dennoch zeigt eine aktuelle Umfrage des Deutschen Tierschutzbundes, dass 97% der örtlichen Tierschutzvereine an den Kapazitätsgrenzen bei der Aufnahme von Katzen stoßen. Der Tierschutzbund berichtet, dass häufige Aufnahmestopps die Folge der wachsenden Katzenpopulation sind.

Die Umfrage zeigt auch, dass 81% der Tierschutzvereine eine steigende Anzahl an Anfragen zur Aufnahme von Katzen verzeichnen. Beunruhigend ist, dass fast jeder zweite Tierschutzverein mittlerweile Aufnahmestopps verhängt hat und keine Abgabekatzen mehr aufnehmen kann. Nur 13% der Kommunen haben bisher eine Kastrationspflicht eingeführt. Ein Mehrheitsvotum unter den Tierschutzvereinen spricht sich für eine bundesweite Kastrationspflicht für Freigängerkatzen aus, ein Anliegen, das in der Novellierung des Tierschutzgesetzes vorgebracht wird.

Die Vorteile der Kastration

Die Kastration, ein einfacher Routineeingriff für Tierärzte, kann deutliche Vorteile für Tiere und die Gesellschaft mit sich bringen. Nach Angaben des Tierschutzbundes, der auch über die Kosten von 150 bis 300 Euro pro Eingriff informiert, können durch die Kastration sowohl ungewollte Fortpflanzung als auch Verhaltensprobleme verringert werden. Bei weiblichen Katzen werden die Eierstöcke entfernt, bei männlichen Katern die Hoden. Empfehlungen zufolge sollte die Kastration zwischen dem vierten und sechsten Lebensmonat erfolgen.

Die Vorteile der Kastration sind vielfältig. Sie führt nicht nur zur Unfruchtbarkeit, sondern beugt auch Verhaltensauffälligkeiten vor, verringert Streitigkeiten zwischen Tieren und minimiert damit Verletzungs- und Krankheitsrisiken. Außerdem wird das Risiko von Verkehrsunfällen gesenkt, da Katzen nicht mehr auf Partnersuche gehen.

Tierpfleger appellieren eindringlich an die Öffentlichkeit: „Kastrieren lassen! Und kennzeichnen – das ist die größte Bitte“. Wütende Reaktionen auf sozialen Medien verdeutlichen die Frustration über die mangelnde Verantwortung vieler Katzenbesitzer. Der Aufruf zur Kastration ist unerlässlich, um das Katzenleid zu verringern und die Situation in den überfüllten Tierheimen zu verbessern.

Statistische Auswertung

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Bochum, Deutschland
Beste Referenz
derwesten.de
Weitere Infos
tierschutzbund.de

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