
Der FC Schalke 04 steht in der 2. Bundesliga aktuell auf Rang elf. Angesichts der verbleibenden acht Spiele der Saison rücken die TV-Gelder und deren Ranking zunehmend in den Fokus des Vereins. Das Management hat der Mannschaft die unerlässliche Bedeutung dieser Spiele bereits kommuniziert, um die Finanzen des Klubs zu stabilisieren und möglicherweise auch einen sportlichen Aufschwung einzuleiten. Am 20. März wurde der Konzern-Zwischenbericht für die Hinrunde veröffentlicht, der zeigt, dass die finanziellen Zahlen des Vereins in Ordnung sind, jedoch das sportliche Abschneiden unter den Erwartungen geblieben ist. Eine drohende Strafe in Form eines Punktabzugs für die kommende Saison konnte abgewendet werden, da die Netto-Eigenkapitalregel erfüllt wurde. Die TV-Gelder sind für Schalke 04 von zentraler Bedeutung. Ein Aufstieg in der Tabelle könnte zusätzliche finanzielle Mittel generieren. Die Verantwortung trägt auch der Kaderplaner Ben Manga, der die Wichtigkeit der bevorstehenden Spiele in einem Gespräch hervorhob.
Der Trainer Kees van Wonderen sowie die Mannschaft sind sich der Herausforderungen bewusst. Schalke ist jedoch nicht nur auf sich allein gestellt; das Team ist auch abhängig von den Ergebnissen anderer Klubs, um im TV-Gelder-Ranking Punkte gutzumachen. Zu den direkten Konkurrenten zählen etablierte Mannschaften wie Hertha BSC, Darmstadt 98 und Fortuna Düsseldorf. Ein möglicher Abstieg von Holstein Kiel könnte ebenfalls eine positive Wendung für Schalke bringen, wenn sich die Tabellensituation verändert.
Rückgänge bei den TV-Geldern
Ein weiterer entscheidender Aspekt sind die Rückgänge der TV-Geld-Einnahmen von Schalke 04. So beträgt der Einbruch im Vergleich zur Bundesliga beachtliche 22,7 Millionen Euro. In der kommenden Saison kann Schalke nur mit 21,5 Millionen Euro an TV-Geldern rechnen. Dies ist weniger als die Hälfte der 44.230.087 Euro, die in der vergangenen Bundesliga-Saison generiert wurden. Trotz der verringerten Einnahmen zählt Schalke 04 in der 2. Bundesliga zu den Top-Verdienern. Nur die Hertha BSC erhält mit 24,1 Millionen Euro mehr aus den TV-Geldern der DFL, während der Hamburger SV mit 18,9 Millionen Euro auf dem dritten Platz folgt.
Die Verteilung der TV-Gelder erfolgt nach einem Vier-Säulen-Prinzip. Die größte Säule ist die „Gleichverteilung“, die jedem Zweitligisten eine Grundsumme von 7,2 Millionen Euro garantiert. Daneben fließen auch Gelder basierend auf den sportlichen Leistungen der vergangenen Jahre in die Verteilung ein. Hierbei werden verschiedene Werte aus den letzten fünf und zehn Jahren in Betracht gezogen, ebenso wie die Ausbildung und der Einsatz von Talenten sowie das Fan-Interesse, das sich durch die Zuschauerzahlen äußert.
Finanzielle Gesamtlage und Ausblick
Im Gesamtbild ist zu beachten, dass die Vereine der 1. und 2. Bundesliga in den Saisons 2021/22 bis 2024/25 insgesamt 4,572 Milliarden Euro aus nationalen Erlösen generieren werden. Diese Einnahmen umfassen nicht nur die TV-Gelder, sondern auch Sponsoring und Gruppenvermarktung. Betrachtet man die Einzeljahre, so werden für die Saison 2023/24 insgesamt etwa 1,165 Milliarden Euro an die Vereine ausgezahlt, was die wichtige Rolle der nationalen Erlöse verdeutlicht.
In Anbetracht der aktuellen Situation muss Schalke 04 nicht nur mit den finanziellen Einschränkungen umgehen, sondern sich auch auf eine intensive sportliche Endphase vorbereiten. Hier wird sich zeigen, ob die Niedersachsen aus ihrer bisherigen Lage Kapital schlagen können, um ein positives Zeichen für die Zukunft zu setzen. Die kommenden Wochen sind somit nicht nur entscheidend für die Liga, sondern auch für die gesamte finanzielle Stabilität des Vereins.Ruhr24, Reviersport, Fernsehgelder.de.