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Thyssenkrupp plant radikale Umstrukturierung: Stahlzukunft in Gefahr!

Thyssenkrupp Steel Europe (TKSE) steht vor einer bedeutenden Weichenstellung in der Zusammenarbeit mit den Hüttenwerken Krupp Mannesmann (HKM). Laut Informationen von Kölner Stadt-Anzeiger plant TKSE die Kündigung des Liefervertrags mit HKM. Der Aufsichtsrat von TKSE wird am Freitag in einer außerordentlichen Sitzung über diese Entscheidung beraten. Ein Sprecher von TKSE bestätigte die Sitzung, äußerte sich jedoch nicht zu den genauen Inhalten.

Die Kündigung des Vertrags ist für Ende des Jahres vorgesehen und würde damit nach sieben Jahren, also Ende 2032, effektiv werden. HKM hat sich als bedeutender Zulieferer etabliert, der jährlich 2,5 Millionen Tonnen Stahl für TKSE produziert. Interessanterweise hält TKSE zudem 50 Prozent der Anteile an HKM, während Salzgitter und Vallourec 30 beziehungsweise 20 Prozent halten.

Stellenabbau und Kapazitätsverringerung

Trotz der strategischen Überlegungen von TKSE wird berichtet, dass das Unternehmen seine Kapazitäten zur Stahlerzeugung reduzieren und dabei rund 5.000 Stellen abbauen möchte. Darüber hinaus sollen 6.000 weitere Stellen ausgegliedert werden. Die Trennung von HKM könnte ein Schlüssel zu diesem Kapazitätsabbau sein. Sollte sich kein Verkauf von HKM realisieren lassen, plant Thyssenkrupp Gespräche mit den Gesellschaftern über eine mögliche Schließung.

Der Hintergrund dieser Entwicklungen ist nicht neu. Die Stahlindustrie hat in den letzten Jahren erheblichen Herausforderungen gegenübergestanden, wie zum Beispiel der Abnahme der Rohstahlerzeugung um 5 % im Jahr 2019 in Deutschland, basierend auf anhaltenden Überkapazitäten und importbedingten Preisdruck. Diese Informationen belegen Wirtschaftsdienst.

Reaktionen und Proteste der Gewerkschaft

Die IG Metall hat für Freitag eine Protestveranstaltung mit mehreren Hundert Beschäftigten von HKM vor der Zentrale von TKSE in Duisburg angekündigt. Die Gewerkschaft betrachtet die Kündigung des Liefervertrags als Druckmittel gegen die anderen Anteilseigner in Richtung einer möglichen Schließung und fordert den Aufsichtsrat von TKSE auf, die Kündigung zu unterlassen und den Verkaufsprozess aktiv zu unterstützen.

Stahlunternehmen in Deutschland sehen sich zudem mit der Notwendigkeit konfrontiert, sich an veränderte Marktbedingungen anzupassen. Laut Wirtschaftsdienst ist der Stahlverbrauch in fortgeschrittenen Volkswirtschaften rückläufig, was die langfristige Planung erschwert.

Zusammenfassend steht die deutsche Stahlindustrie vor entscheidenden Herausforderungen, während Thyssenkrupp und seine Partner an einem kritischen Scheideweg angekommen sind. Die bevorstehenden Entscheidungen könnten erhebliche Auswirkungen auf die gesamte Branche und die Beschäftigten in den betroffenen Regionen haben.

Statistische Auswertung

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Duisburg, Deutschland
Beste Referenz
ksta.de

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