
Der 5. April 2025, ein Tag, der sowohl in der Geschichte als auch in der Gegenwart seiner Tragik und seiner bedeutenden Ereignisse klarer nicht hätte sein können. Während Historiker auf verschiedene prägende Momente in der Vergangenheit zurückblicken, wird Brasilien von einer verheerenden Unwetterkatastrophe heimgesucht.
In der Geschichte des 5. April sind mehrere bedeutende Ereignisse verzeichnet. So trat 1955 der britische Premierminister Sir Winston Churchill im Alter von 80 Jahren von seinem Amt zurück, nachdem er zuvor zwei Amtszeiten gehalten hatte. Zudem wurde 1990 das erste frei gewählte Parlament der DDR konstituiert, unter dem Vorsitz von Sabine Bergmann-Pohl. Darüber hinaus fusionierten 2000 die Deutsche und die Dresdner Bank zu einem der größten Geldkonzerne der Welt, eine Fusion, die letztlich platzte.
Aktuelle Tragödien in Brasilien
Gleichzeitig, während diese historischen Rückblicke erfolgen, meldet Brasilien katastrophale Entwicklungen. In der Stadt Petrópolis kamen mindestens 94 Menschen durch heftige Regenfälle und anschließende Erdrutsche ums Leben. Viele Bewohner wurden vermisst, während 21 Überlebende gerettet werden konnten. Bürgermeister Rubens Bomtempo warnte, dass die Zahl der Toten noch weiter steigen könnte. Massive Schäden durch zerstörte Häuser, überflutete Geschäfte und Autos machen die Situation noch dramatischer. Das Stadtzentrum steht unter Wasser, und der Zugang ist durch Geröll und umgekippten Fahrzeuge erschwert. Die Stadtverwaltung hat in Reaktion auf die Ereignisse den Notstand ausgerufen.
Innerhalb von weniger als sechs Stunden wurden in Petrópolis unglaubliche 260 Millimeter Regen gemessen – eine Menge, die die erwarteten Niederschläge für den ganzen Februar übersteigt, laut der Wetteragentur MetSul. Präsident Jair Bolsonaro, der sich zur Zeit in Russland aufhielt, forderte die Minister auf, den Opfern sofortige Hilfe zukommen zu lassen.
Die Auswirkungen des Klimawandels
Die Region ist jedoch nicht das einzige Gebiet, das unter extremem Wetter leidet. Im südöstlichen Brasilien sind weitere Tote durch ähnliche Unwetter gemeldet worden. Neun der Toten stammten aus der Großstadt Ipatinga, wo innerhalb kurzer Zeit 80 Liter Regen pro Quadratmeter fielen. Zu den Opfern zählt auch ein achtjähriges Kind, das in den Trümmern eines zerstörten Hauses gefunden wurde. Die anhaltende Regenperiode hat den Boden aufgeweicht, was zu einer Reihe von Erdrutschen führte. Bürgermeister Gustavo Nunes von Ipatinga berichtete von einer „großen Anzahl an Erdrutschen“ und dem Einsturz mehrerer Gebäude.
In einem Land, das im vergangenen Jahr bereits unter katastrophalen Überschwemmungen und einer der schwersten Dürren litt, die es je erlitten hat, wird klar, dass Brasilien gegenwärtig ein weiteres Mal von den verheerenden Folgen des Klimawandels betroffen ist. Wissenschaftler warnen, dass solche Wetterextreme zunehmen werden, was die Notwendigkeit einer gezielten Klimapolitik unterstreicht.
So verbindet der 5. April 2025 die Weisen der Geschichte mit der tragischen Gegenwart. Während wir das Gedenken an bedeutende historische Ereignisse beibehalten, dürfen die aktuellen Herausforderungen, die Menschleben kosten und ganze Stadtteile verwüsten, nicht in Vergessenheit geraten. Brasilien blickt in eine unsichere Zukunft, während die Erinnerungen an vergangene Momente durch die drängenden Fragen unserer Zeit verstärkt werden.
Alle genannten Informationen sind veröffentlicht von Süddeutsche sowie DW und Zeit.