
Im kommenden Jahr wird das Museum Folkwang in Essen zum Schauplatz zweier außergewöhnlicher Ausstellungen, die die kreativen Werke von Absolventinnen und Absolventen des Masterstudienprogramms Photography Studies & Practice der Folkwang Universität der Künste präsentieren. Die erste Ausstellung, mit dem Titel „Photography Masters“, wird vom 24. Januar bis zum 27. April 2025 stattfinden. Die Eröffnung ist für den 23. Januar 2025 um 19 Uhr angesetzt, wie Folkwang-Universität berichtet.
„Photography Masters“ stellt eine Zusammenstellung der besten Abschlussarbeiten dar, die von einer Fachjury im Rahmen der Ausstellung „Folkwang Finale“ im Herbst 2023 ausgewählt wurden. Bei dieser Gelegenheit kommen insgesamt sechs Künstlerinnen und Künstler zu Wort. Sie sind: Nico Kleemann, Marie Lansings, Franca Maisha Oettli, Rebecca Racine Ramershoven, Martin Ruckert und Silvia Tam. Die Jury bestand aus Dr. Inke Arns, Elke Seeger, Thomas Seelig und Francisco Vogel.
Vielfalt der Themen und Techniken
Die ausgestellten Arbeiten zeigen eine beeindruckende Bandbreite an fotografischen Ansätzen und Techniken.
- Nico Kleemann: Auseinandersetzung mit der Fotografie als technisch erzeugtem Medium und der Beziehung zwischen Realität und Fiktion.
- Marie Lansings: Verbindung von Fotografie und Objekt, inklusive Material- und Medienwechsel.
- Franca Maisha Oettli: Balance zwischen zeigender Abbildung und autonomem Bild, speziell basierend auf dem Thema Nutzgarten.
- Rebecca Racine Ramershoven: Erarbeitung ‚Race‘-bezogener Repräsentationen und Soziokultur.
- Martin Ruckert: Thematisierung des analogen Prozesses der Fotografie, insbesondere in der Dunkelkammer.
- Silvia Tam: Einfluss des magischen Realismus sowie Verdichtung von Bildern und Bildbeziehungen.
Zusätzlich zur Hauptausstellung findet etwa eine Woche später die Veranstaltungsreihe „Stopover“ statt, die vom 31. Januar bis zum 16. Februar 2025 dauert. Hier präsentieren neun weitere Studierende des Masterstudienprogramms ihre Arbeiten.
Ergänzende Veranstaltungen und Workshops
Die Eröffnung von „Stopover“ erfolgt am 30. Januar 2025 ab 18.00 Uhr im SANAA-Gebäude. Neben den Ausstellungen ist ein Workshop mit dem Titel „Fotografie und Gesellschaften“ für den 5. Februar 2025 geplant, der sich auf die Rolle und die Darstellungsformen von Gesellschaften im fotografischen Medium konzentriert. Dabei wird auch ein Podiumsgespräch mit Miriam Zlobinski, einer Visual Historian und Chefredakteurin, stattfinden.
Die teilnehmenden Studierenden der Ausstellung „Stopover“ sind: Vivian Hötter, Philipp Koronowski, Alexander Lackmann, Bokeum Lee, Viola Maiwald, Timo Matthies, Janosch Rauter, Lorena Thunn und Yanru Zhang. Ihre Themen reichen von der Wechselwirkung zwischen Bildinhalt und Bildträger bis hin zur Dokumentation von Drogenkonsumräumen und der Manifestation von Kindheitserinnerungen.
Die Zusammenarbeit zwischen der Folkwang Universität der Künste und dem Museum Folkwang, die seit April 2016 besteht, hat sich als Plattform für aufstrebende Künstler*innen etabliert und leistet einen bedeutenden Beitrag zur Förderung neuer Talente. Zu den Zielen dieser Kooperation gehört es, die Arbeiten junger Künstler*innen, die erst am Anfang ihrer Laufbahn stehen, einem breiten Publikum zugänglich zu machen, wie artisnext weiterhin erklärt.
Der Eintritt zu den Ausstellungen ist frei, was ein zusätzliches Zeichen für die Offenheit und Zugänglichkeit der Kunst bietet. Besucher haben somit die Möglichkeit, eine Vielzahl neuer Perspektiven und kreative Herangehensweisen an die Fotografie zu erleben.