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„Nie wieder!“ – Diskussionsreihe über Antisemitismus und Erinnerungskultur

Am 2. April 2025 lädt das Diversity Support Center (DSC) der Universität Duisburg-Essen zu einer wichtigen zweisprachigen Diskussion mit dem Titel „Nie wieder!“ ein. Diese Veranstaltung, die als Appell gegen rechtes Gedankengut in Deutschland gedacht ist, findet an zwei Terminen statt: am 7. April 2025 von 14 bis 16 Uhr am Campus Essen (Deutsch) und am 9. April 2025 von 16 bis 18 Uhr am Campus Duisburg (Englisch) berichtet die Universität Duisburg-Essen. Die Teilnahme an der Diskussion erfordert eine vorherige Anmeldung und setzt voraus, dass alle Teilnehmer respektvoll ohne Verletzungsabsicht oder Dominanz diskutieren.

Yariv Lapid, Historiker und Pädagoge, der sich mit Holocaust-Perspektiven befasst, wird gemeinsam mit Monika Hübscher, einer interdisziplinären Antisemitismusforscherin, die Diskussion moderieren. Hübscher ist an der Universität Duisburg-Essen Ansprechpartnerin für Antisemitismus und hat einen Masterabschluss in Holocaust Studies.

Gesellschaftliche Herausforderungen im Fokus

Diese Diskussion ist Teil eines breiteren Engagements, das auch im Rahmen anderer Veranstaltungen reflektiert wird. Am 28. Mai 2024 beginnt eine Vorlesungsreihe an der Goethe-Universität Frankfurt, die sich mit der Rolle der Wissenschaft in der Gesellschaft, insbesondere im Hinblick auf Antisemitismus und Erinnerungskultur, beschäftigt. Wissenschaftler werden über Themen wie Rassismus, Migration und die Legitimationskrise der liberalen Demokratie diskutieren führt die Universität Frankfurt aus.

Die Vorlesungsreihe, die bis zum 9. Juli 2024 dauert, umfasst eine Vielzahl von Vorträgen und Podiumsdiskussionen, die das Verhältnis zwischen Wissenschaft und gesellschaftlicher Verantwortung beleuchten. Professoren und Experten werden Fragen zur wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit konfliktbeladenen Themen erörtern und die Herausforderungen diskutieren, die mit der Polarisierung in der mediatisierten Öffentlichkeit einhergehen.

Erinnerungskultur und gesellschaftliche Teilhabe

Die Erinnerung an den Holocaust bleibt ein kritischer Punkt in der deutschen Gesellschaft. Der Holocaust wird als zentraler Versammlungspunkt für die kollektive Identität betrachtet, wobei Christa Wolf treffend feststellt: „Das Vergangene ist nicht tot. Es ist nicht einmal vergangen“ erläutert Deutschlandfunk Kultur. Für viele Deutsch-Palästinenser, die aufgrund ihrer vielfältigen Erfahrungen einen Zwiespalt in ihrer Identität erleben, ist ein offener Diskurs über den Holocaust und Antisemitismus unerlässlich für gesellschaftliche Integration.

Diese Diskurse müssen alle Teile der Gesellschaft einbeziehen, um eine ehrliche Auseinandersetzung mit den verschiedenen Biografien und Perspektiven zu ermöglichen. Die Fragen um den Holocaust und Antisemitismus fungieren oft als Schranken im Gespräch, was die Herausforderungen der Repräsentation und den gleichberechtigten Platz im Dialog betrifft.

Ein offenes Gespräch über Auschwitz und Antisemitismus könnte als ein Schritt für ein besseres Verständnis der Menschenwürde angesehen werden. Veranstaltungen wie die am DSC und die Vorlesungsreihe an der Goethe-Universität tragen dazu bei, Räume für diese essenziellen Diskussionen zu schaffen, die für eine gerechte und inklusive Gesellschaft von Bedeutung sind.

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Essen, Deutschland
Beste Referenz
uni-due.de
Weitere Infos
aktuelles.uni-frankfurt.de

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