
In den Städten Essen und Bochum schlagen Experten Alarm: Die Rattenpopulation könnte durch ein geplanter Verbot von Ratten-Fraßködern für Privatanwender weiter ansteigen. In einem Brandbrief warnen der Industrieverband Agrar, der Deutsche Schädlingsbekämpfer Verband und der Zentralverband Gartenbau vor den möglichen Folgen dieses Vorhabens. Laut derwesten.de ist die Situation besonders ernst, da beide Städte aktiv gegen die Rattenvermehrung kämpfen müssen.
Ratten werden häufig mit unhaltbaren Zuständen in Verbindung gebracht, vor allem mit Müll und Verunreinigungen. In deutschen Großstädten gibt es im Durchschnitt etwa drei Ratten pro Einwohner, was die Problematik verdeutlicht. Sichtungen sind zwar oft kein direktes Zeichen für gesundheitliche Gefahren, aber Hinweise auf einen möglichen Befall umfassen Löcher, Rattenkot und Nageschäden, wie die Stadt Essen auf ihrer Seite zur Rattenbekämpfung erläutert (essen.de).
Rattenbekämpfung in Essen und Bochum
Die Stadt Bochum kann eine Ausbreitung der Rattenpopulation jedoch weitgehend ausschließen, dank einer zentralen Anlaufstelle zur Ratten- und Schadnagerbekämpfung, die effektive Kontrollmaßnahmen implementiert. Tatsächlich verzeichnet die Stadt eine Verringerung der Rattenpopulation. Dennoch bleibt die Situation in Essen angespannt. Hier betont die Stadt, dass Grundstückseigentümer eigenverantwortlich für die Bekämpfung von Ratten auf ihren Flächen zuständig sind.
In Essen kann die Stadt nur dann aktiv werden, wenn ein Rattenbefall auf städtischen Flächen gemeldet wird. Bürger sollten die Mängelmelder-App oder eine E-Mail an das Ordnungsamt nutzen, um Rattenbefall zu melden. Vorbeugende Maßnahmen, die von den Stadtbehörden empfohlen werden, sind entscheidend für die effektive Bekämpfung von Ratten. Diese Maßnahmen reichen von der richtigen Abfallentsorgung bis hin zur Vermeidung offener Nahrungsquellen (infektionsschutzbelehrung.info).
Rechtslage und Verantwortung
Gemäß dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) gelten Ratten als Gesundheitsschädlinge, was deren Gefährlichkeit unterstreicht. Grundstückseigentümer sind verpflichtet, einen Rattenbefall unverzüglich den zuständigen Behörden zu melden. Diese haben die Befugnis, Maßnahmen zur Bekämpfung zu ergreifen. Bei einem Befall auf privaten Grundstücken sind jedoch häufig die Eigentümer für die Kosten der Bekämpfung verantwortlich, was zu einem zusätzlichen finanziellen Druck führen kann.
Die Rattenbekämpfung ist eine komplexe Herausforderung, die umfassende Strategien erfordert. Dazu zählen regelmäßige Inspektionen und hygienische Verhältnisse im Wohnumfeld sicherzustellen. Lebensmittelreste sollten immer in entsprechenden Behältern entsorgt werden, da offene Nahrungsquellen Ratten anziehen. Auch die Fütterung von wildlebenden Tieren und Haustieren im Freien sollte vermieden werden, um der Rattenpopulation keine Nahrungsgrundlage zu bieten (essen.de).