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Folkwang Universität setzt Maßstäbe: Professorinnenprogramm 2030 startet!

Die Folkwang Universität der Künste hat kürzlich eine positive Begutachtung im Rahmen des Professorinnenprogramms 2030 erhalten, das eine wesentliche Unterstützung für die Förderung von Frauen in Wissenschaft und Kunst darstellt. In der aktuellen Förderphase können bis September 2026 Anträge für bis zu drei Anschubfinanzierungen zur Erstberufung von Wissenschaftlerinnen und Künstlerinnen auf unbefristete W2- oder W3-Professuren eingereicht werden. Daneben besteht auch die Möglichkeit, eine zusätzliche Stelle für junge Wissenschaftlerinnen und Künstlerinnen zu fördern, was von zentraler Bedeutung für die Gleichstellung an der Hochschule ist. Zentrale Gleichstellungsbeauftragte Nina Kaiser hebt hervor, wie wichtig diese Förderungen für die Teilhabe und Gleichberechtigung sind.

Das Programm fördert die Geschlechterparität in der Lehre und ermöglicht eine intensivere Auseinandersetzung mit Gleichstellungsthemen. Ein zukünftiger Fokus wird auf fachspezifischen Maßnahmen zur Gleichstellung sowie auf der Vernetzung von Themen wie Machtmissbrauch, Diversität und Inklusion liegen. In Nordrhein-Westfalen haben bereits sechs Hochschulen eine positive Begutachtung erhalten, wovon vier mit dem Prädikat „Gleichstellungsstarke Hochschule“ ausgezeichnet wurden. Diese Hochschulen zeichnen sich durch hohe Professionalität aus und zeigen, wie nachhaltige Gleichstellungsmaßnahmen umgesetzt werden können.

Die Rolle des Professorinnenprogramms

Das Professorinnenprogramm selbst wurde im Jahr 2008 ins Leben gerufen, um die Gleichstellung von Frauen und Männern in deutschen Hochschulen zu fördern. Seit seinem Start hat es über 900 Professuren gefördert und zielt darauf ab, den Anteil von Frauen in wissenschaftlichen Spitzenpositionen zu erhöhen und der „Leaky Pipeline“, dem schleichenden Verlust von Frauen in akademischen Karrieren, entgegenzuwirken. Aktuell liegt der Frauenanteil in der Professorenschaft in Deutschland bei 29%. Besonders auffällig ist, dass der Anteil an Doktorandinnen bei 46% und an Habilitandinnen bei 37% liegt, was auf die Herausforderungen hinweist, die Frauen nach ihrer Promotion oft im Wissenschaftssystem begegnen.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sieht in der Bekämpfung dieser Ungleichheiten einen zentralen Bestandteil seiner Arbeit. Im Rahmen des Professorinnenprogramms 2030 (PP 2030) wurden in der vierten Programmphase Mittel in Höhe von 320 Millionen Euro bereitgestellt, um die Gleichstellung in Hochschulen weiter voranzutreiben. Die Fördermittel sollen kontinuierlich die Entwicklung von Gleichstellungsmaßnahmen unterstützen. Hochschulen können nur teilnehmen, wenn sie ein Gleichstellungskonzept einreichen, das theoretisch fachspezifische Tätigkeiten in den Vordergrund rückt. Antragsberechtigt sind alle staatlichen und staatlich anerkannten Hochschulen in Deutschland, die bis zum 30. September 2026 Anträge für Anschubfinanzierungen stellen können.

Evaluation und Zukunftsperspektiven

Bereits positive Evaluationen der ersten drei Programmphasen setzen einen ermutigenden Rahmen für die zukünftige Förderung. Der Förderantrag muss in einem zweistufigen Verfahren eingereicht werden: Zunächst müssen die Hochschulen bis zum 31. August 2025 ihr Gleichstellungskonzept vorlegen. Nach positiver Bewertung folgt die Einreichung des Förderantrags. Das BMBF hat den Projektträger DLR-PT beauftragt, die Abwicklung der Fördermaßnahme zu verantworten.

Der zunehmende Fokus auf Gleichstellung in der Wissenschaft spiegelt sich auch in Initiativen wider, die durch das BMBF ins Leben gerufen wurden, um Vielfalt und Chancengleichheit zu stärken. Programme wie das Girls’Day sollen bereits frühzeitig Schülerinnen für MINT-Fächer begeistern und die Sichtbarkeit von Frauen in der Wissenschaft erhöhen. Durch diese umfassenden Maßnahmen wird versucht, die Attraktivität und Diversität in der deutschen Hochschulbildung zu steigern.

Für weitere Informationen über das Professorinnenprogramm und die damit verbundenen Initiativen besuchen Sie bitte die Seiten von Folkwang Universität der Künste, BMBF und BMBF zu Gleichstellung und Vielfalt in der Wissenschaft.

Statistische Auswertung

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Essen, Deutschland
Beste Referenz
folkwang-uni.de
Weitere Infos
bmbf.de

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