
Am Freitagvormittag, dem 28. Februar 2025, erschütterte ein Schusswaffenvorfall am Bahnhof in Erkelenz die Ruhe der Stadt. Um 10.50 Uhr wurde die Polizei des Kreises Heinsberg verständigt, nachdem anwohner über Schüsse berichteten. Eine Person wurde bei diesem Vorfall verletzt. Zunächst konnte die Polizei keine Angaben zur Schwere der Verletzungen machen, doch später stellte sich heraus, dass es sich um eine schwere Verletzung handelte, was zu einer umgehenden Einlieferung der betroffenen Person ins Krankenhaus führte.
Im unmittelbaren Umfeld des Tatortes konnten die Ermittler einen 43-jährigen Tatverdächtigen festnehmen. Der Mann stammt aus Erkelenz. Trotz dieser dramatischen Ereignisse berichtete die Polizei, dass zu keinem Zeitpunkt für die Bevölkerung in der Erkelenzer Innenstadt eine weitere Gefahr bestand.
Zusätzliche Informationen aus Dremmen
In den letzten Wochen gab es im Kreis Heinsberg, insbesondere im Stadtteil Dremmen, Berichte über einen ähnlichen Vorfall. Dort wurden Schüsse und auch Rauch gemeldet. Anwohner berichteten von einem Vorfall in der Erkelenzer Straße, während in einer lokalen Facebook-Gruppe Diskussionen über Schüsse und eine Explosion entbrannten. Die Kreispolizei Heinsberg hatte in diesem Fall einen Einsatz angekündigt, bei dem auch Kräfte des Spezialeinsatzkommandos (SEK) zum Einsatz kamen. Weitere Informationen zu diesen Vorfällen wurden jedoch nicht bekannt gegeben.
Die Umstände der Schüsse in Erkelenz und Dremmen werfen Fragen auf, die die Polizei derzeit zu klären versucht. Die Hintergründe der Taten sind bislang unklar, und die Ermittler arbeiten intensiv daran, die Motive und den genauen Verlauf der Ereignisse zu analysieren.
Kritische Situation der öffentlichen Sicherheit
Der Vorfall in Erkelenz und ähnliche Berichte aus der Umgebung stehen im Kontext einer allgemeinen Zunahme von Gewaltdelikten in Deutschland. Die Polizeiliche Kriminalstatistik 2023 ergab einen Anstieg erfasster Straftaten von 5,5 % auf 5.940.667 Fälle, den höchsten Stand seit 2016. Die hochgefahrenen Fallzahlen sind vor allem auf erhöhte Mobilität nach dem Ende der Corona-Beschränkungen, wirtschaftliche sowie soziale Belastungen durch Inflation und eine hohe Zuwanderungsrate zurückzuführen. Diese Faktoren könnten auch hinter dem jüngsten Vorfall in Erkelenz stehen, wo Gewaltkriminalität laut der Statistik um 8,6 % gestiegen ist.
Die Situation bleibt angespannt und die Polizeibehörden sind gefordert, die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten. Künftige Entwicklungen zu den Vorfällen in Erkelenz und Dremmen werden weiterhin von der Polizei verfolgt, während Anwohner besorgt um die Sicherheit in ihren Vierteln sind.