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Altersarmut in Bayern: Millionen Senioren kämpfen ums Überleben!

In Bayern ist die Altersarmut ein drängendes Problem, das mittlerweile zahlreiche Senioren betrifft. Berichte des DGB Bayern führen die alarmierende Situation auf verschiedene Faktoren zurück. Trotz eines Beitrags von mindestens 45 Jahren zur Rentenversicherung erhalten viele Rentner nur Mini-Renten. Dies führt dazu, dass der Großteil der Renten unter der Armutsgrenze von etwa 1.300 Euro liegt. Besonders Besorgnis erregend ist die Tatsache, dass Bayern mit einer der höchsten Armutsgefährdungsquoten für über 65-Jährige im ganzen Bundesgebiet konfrontiert ist. Diese Quote wurde durch hohe Lebenshaltungskosten und unterschiedliche Mietpreise weiter verschärft, wie die Analyse des VdK Bayern belegt, der zudem feststellt, dass die durchschnittliche Rentenhöhe in Bayern unter dem Bundesdurchschnitt liegt.

Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, fordert der VdK Bayern unter anderem höhere Renten durch bessere Löhne und eine verstärkte Erwerbsbeteiligung insbesondere von Frauen. Weitere Forderungen beinhalten den Ausbau von Kinderbetreuungsangeboten, bessere Entlastungen für pflegende Angehörige, sowie die Bekämpfung von Niedriglöhnen und den Ausbau von bezahlbarem und barrierefreiem Wohnraum. Eine durchgreifende Reform auf Bundesebene wird ebenfalls gefordert, um das Rentenniveau von derzeit 48% auf 53% anzuheben.

Aktuelle Zahlen und Entwicklungen

Die jüngsten Zahlen belegen die Dramatik der Situation: In Deutschland sind aktuell 3,54 Millionen Rentner von Altersarmut bedroht, was einem Rekordhoch entspricht. Rund ein Fünftel der Menschen im Rentenalter ist armutsgefährdet, wobei dieser Anteil in den letzten Jahren schwankte. Beispielsweise lag die Quote der über 65-Jährigen im Jahr 2014 bei 16,3%, während sie 2024 auf 19,6% angestiegen ist. Frauen über 65 Jahre sind hier besonders betroffen, ihr Anteil an der Armutsgefährdung liegt bei 21,6% im Vergleich zu 17,6% der Männer.

Diese besorgniserregenden Zahlen überschneiden sich mit den Ergebnissen der Tafel Bayern. In einem aktuellen Bericht wird festgestellt, dass der Anteil der Senioren, die auf die Tafel angewiesen sind, in den letzten Jahren gesunken ist. Dennoch wird ein Anstieg bei den älteren Kunden aufgrund von Altersarmut erwartet. Schamgefühle hindern viele Senioren daran, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die Tafel sieht daher keine baldige Lösung zur Unterstützung von Bedürftigen.

Ursachen der Altersarmut

Die Ursachen für Altersarmut sind vielfältig. Faktoren wie Bildungsarmut, ein schlechter Start ins Erwerbsleben, unterbrochene Erwerbsbiografien, Teilzeitarbeit, Niedriglohn und (Langzeit-)Erwerbslosigkeit tragen maßgeblich dazu bei. Die geschlechtsspezifischen Unterschiede sind auffällig: Frauen haben aufgrund ihrer häufigen Teilzeitarbeit und geringeren Löhne in Sorgeberufen oft weniger Rentenansprüche als Männer. Insbesondere Frauen über 65 Jahre sind häufig von Altersarmut betroffen. Der Schwellenwert für eine alleinlebende Person liegt in Deutschland im Jahr 2024 bei 1.378 Euro netto im Monat.

Die Berichte hinterlassen ein besorgniserregendes Bild von der finanziellen Lage vieler älterer Menschen in Bayern. Obwohl Altersarmut seit über zwei Jahrzehnten bekannt ist, fehlt es an einer notwendigen Rentenreform, um diesen Herausforderungen wirksam zu begegnen.

Statistische Auswertung

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Bayern, Deutschland
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