
In Frankfurt am Main wird die Stadt in diesem Jahr erneut in festliches Licht getaucht. Die Ramadan-Beleuchtung in der Freßgass, die der muslimischen Community gewidmet ist, erstrahlt zum zweiten Mal. Bürgermeisterin Nargess Eskandari-Grünberg (Grüne) hat die liebevoll gestalteten Lichter, die unter anderem Halbmonde, Sterne und die traditionellen Fanoos-Laternen umfassen, eingeschaltet. Ein leuchtender Schriftzug mit „Happy Ramadan“ rundet die festliche Atmosphäre ab.
Der Fastenmonat Ramadan, der in diesem Jahr am 28. Februar beginnt und am 30. März endet, wird somit in Frankfurt besonders gefeiert. Der Schritt zur Beleuchtung ist Teil einer Initiative, die bereits im Vorjahr mit der Stadt Frankfurt begann. Damit war Frankfurt die erste Stadt in Deutschland, die eine solch kreative Form der Ramadan-Würdigung einführte. Die Bürgermeisterin sieht in dieser Aktion ein Zeichen für ein friedliches Miteinander, Frieden und Mitmenschlichkeit. Die Beleuchtung soll zudem ein starkes Symbol gegen Ausgrenzung und Hass setzen.
Ein starkes Zeichen für Vielfalt
Die Initiative für die Ramadan-Beleuchtung in Frankfurt ist nicht nur eine kulturelle Geste, sondern auch ein wichtiger Teil von Eskandari-Grünbergs politische Agenda. Die Bürgermeisterin setzt sich aktiv für Diversität, Antidiskriminierung und gesellschaftlichen Zusammenhalt ein. Sie ist selbst aus dem Iran geflüchtet und hat als Psychotherapeutin gearbeitet. Ihr Engagement für religiöse Offenheit unterstreicht ihr Bestreben, ein harmonisches Miteinander in einer gesellschaftlich gespaltenen Welt zu fördern.
In ihrem Bestreben, Toleranz und Verständnis zu stärken, nennt sie auch die Notwendigkeit, gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus, Rassismus, Antiziganismus, Queerfeindlichkeit und Muslimfeindlichkeit zu kämpfen. Das Festhalten an der Religionsfreiheit, die im deutschen Grundgesetz verankert ist, ist für sie von großer Bedeutung. In Frankfurt am Main, einer der pluralistischsten Städte Deutschlands, steht das Engagement für Vielfalt im Mittelpunkt.
Vorbild für andere Städte
Der Beschluss zur Einführung der Ramadan-Beleuchtung in Frankfurt wurde durch die Stadtverordnetenversammlung gefasst. Diese kreative Idee hat bereits andere Städte inspiriert; Köln folgte im letzten Jahr mit einer ähnlichen Aktion im Stadtteil Ehrenfeld. Das Konzept für die Frankfurter Beleuchtung orientierte sich an einer bereits in London erfolgreichen Aktion, die ebenfalls eine entsprechende Atmosphäre geschaffen hat.
Mit dieser Beleuchtung zeigt Frankfurt nicht nur Wertschätzung für seine muslimische Gemeinschaft, sondern setzt auch ein starkes Zeichen für Akzeptanz und Toleranz in der Stadt. In einer Zeit, in der gesellschaftlicher Zusammenhalt oft auf die Probe gestellt wird, bleibt das Engagement von Nargess Eskandari-Grünberg und der Stadt Frankfurt ein leuchtendes Beispiel für ein friedliches Miteinander.