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Köln braucht mehr Sorgfalt: Stadtmuseum-Direktor schlägt Alarm!

Matthias Hamann, seit Oktober 2023 Direktor des Kölnischen Stadtmuseums, hat eine klare Meinung zu den Herausforderungen der Stadt. Der 57-Jährige, der zuvor seit 2007 Direktor des Museumsdienstes Köln war und Erfahrung am Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg sammelte, sieht in Köln eine interessante Mischung aus Lebensfreude und Härte. Während er die Stadt besonders für ihren Karneval schätzt – den er als tief verwurzelt im Brauchtum und nicht nur als bloßen Spaß beschreibt – kritisiert er auch wesentliche Aspekte des städtischen Lebens.

Hamann berichtet von seiner Erfahrung, dass Meetings in Köln oft länger dauern, da Zusagen nicht immer ernst genommen werden und die Kommunikation zu wünschen übrig lässt. Diese Haltung spiegelt sich auch in seiner kritischen Betrachtung der Sauberkeit in der Stadt wider. Trotz der großen Zahl an Mülleimern bemängelt er eine gewisse Sorglosigkeit der Kölner Bürger gegenüber ihrer Umwelt. Er betont zudem, dass das Baustellenmanagement in der Stadt unzureichend sei. Das Fehlen von klaren Informationen über aktuelle Bauprojekte trägt zur unzufriedenen Stimmung vieler Bürger bei.

Kulturelle Erkundungen und Empfehlungen

Hamann hat sich in seiner Rolle bemüht, Kölner Siedlungen und U-Bahn-Stationen zu erkunden. Besonders die Architektur aus den 1950er Jahren zieht sein Interesse auf sich, da er hier ein ungenutztes Potenzial sieht. Gleichzeitig hebt er die Bedeutung kulturgeschichtlicher Orte hervor, die ohne Eintritt besucht werden können. Seine Wertschätzung für die Kölner Theaterlandschaft, einschließlich der kleineren Theater, zeigt sich in seinen persönlichen Kulturtipps für den April. Diese beinhalten die Baustellen-Revue „Grmpf“ am Kölner Schauspiel, die Ausstellung „Licht in dunklen Zeiten“ im Museum Schnütgen und das Impro-Theater der Frizzles im Ateliertheater.

Ein weiterer Aspekt, den Hamann zur Sprache bringt, ist die nostalgische Verklärung der 1980er Jahre in der Kölner Kunstszene. Im Vergleich zu anderen Städten, wie Rotterdam, sieht er Köln als Handelsmetropole, die in vielen Bereichen noch viel Raum für Verbesserungen hat.

Der Kölner Karneval 2024

Ein bedeutendes Ereignis, das die Stadt in den kommenden Monaten prägen wird, ist der Kölner Karneval 2024. Das Motto lautet „Wat e Theater – Wat e Jeckespill“ und der Rosenmontag fällt auf den 12. Februar 2024. Die Session beginnt bereits am 11. November 2023 mit der Eröffnung und folgt mit der Proklamation des Kölner Dreigestirns, die am 5. Januar 2024 stattfinden wird.

Prinz Sascha I., Bauer Werner und Jungfrau Frieda von der Familie Klupsch werden das Dreigestirn bilden und zahlreiche Feierlichkeiten begleiten. Viele Veranstaltungen sind bereits ausverkauft, doch einige Tickets sind weiterhin verfügbar. Ein neues Sicherheitskonzept für den Karneval umfasst Maßnahmen zum Schutz der Kölner Synagoge sowie ein Glasverbot in der Altstadt und spezielle Sperrzonen an Weiberfastnacht.

Die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) haben zudem angekündigt, den Fahrbetrieb während der Karnevalstage anzupassen, um den erwarteten Besucherstrom zu bewältigen. Der große Rosenmontagszug, der etwa 1,5 Millionen Besucher anzieht, wird live im Fernsehen übertragen. Die Kölner Bürger und Besucher dürfen also gespannt sein auf das, was in der nächsten Session auf sie zukommt, während Hamann die Stadt dazu anregt, ihr Erbe und ihre Zukunft mit mehr Sorgfalt zu behandeln.

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Köln, Deutschland
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ksta.de

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