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Kunden vermissen gedruckte Prospekte: Was nun im Handel passiert!

In einer jüngsten Studie des IFH Köln zeigt sich, dass immer mehr Verbraucher die Abkehr von gedruckten Werbeprospekten bedauern. So haben Einzelhändler wie Rewe und Obi ihre klassischen Prospekte abgeschafft, was erfahrungsgemäß eine negative Reaktion seitens der Kunden hervorruft. Laut suedkurier.de vermissen 52 Prozent der Befragten diese Form der Werbung. Besonders betroffen sind regelmäßige Käufer, die an ökonomischen Entscheidungen interessiert sind.

Die Umfrage, die im Februar 2025 mit rund 1.260 Teilnehmern in Deutschland durchgeführt wurde, verdeutlicht eine markante Veränderung im Einkaufsverhalten. 62 Prozent der Befragten berichten, dass sie weniger Informationen über Angebote von Händlern erhalten, während 45 Prozent angaben, weniger bei diesen Anbietern zu kaufen, insbesondere aufgrund des Fehlens von Prospekten.

Die Rolle der gedruckten Werbung

Faszinierend ist, dass 87 Prozent der Prospektleser das Durchblättern gedruckter Werbung als gemütlich und entspannt empfinden. Dies steht im Kontrast zu den 28 Prozent, die Online-Alternativen als stressig und anstrengend empfinden. Insgesamt erhalten 83 Prozent aller deutschen Haushalte klassische Prospekte. Die häufigsten Nutzungsmotive sind das Schnäppchen finden, Geld sparen und das Einkaufen planen.

Dennoch verzeichnen Online-Medien, einschließlich Apps und Webseiten, zunehmend starke Zuwächse. Hierbei ist zu beachten, dass 45 Prozent der Kunden die Nutzung von Apps als kompliziert empfinden. Dies ist besorgniserregend, vor allem für Händler, die stark auf digitale Marketingstrategien setzen.

Digitalisierung im Einzelhandel

Die Digitalisierung bietet Einzelhändlern zahlreiche Vorteile. Eine gründliche Analyse der handelsblatt.com zeigt, dass Effizienzsteigerungen und verbesserte Kundenerfahrungen bedeutende Pluspunkte sind. Händler können mithilfe digitaler Technologien ihre Betriebsabläufe optimieren und personalisierte Erlebnisse schaffen, die die Kundenbindung erhöhen.

Dennoch geht die Digitalisierung auch mit Nachteilen einher, wie hohen Anfangsinvestitionen und Sicherheitsbedenken. Das Risiko von Cyber-Angriffen und der schnelle technologische Wandel sind Herausforderungen, die Unternehmen stemmen müssen. Zudem ist die Schulung der Mitarbeiter erforderlich, um die neuen Technologien effektiv einzusetzen.

Ein Ausblick auf die Zukunft

Die Entscheidungen, gedruckte Werbeprospekte abzuschaffen, spiegeln den Wandel im Kundenverhalten wider, der durch die fortschreitende Digitalisierung beeinflusst wird. Die Einzelhändler müssen sich der Tatsache bewusst werden, dass viele Verbraucher trotz der digitalen Angebote nach traditionellen, gedruckten Informationen suchen.

Der Trend zu einer stärkeren Digitalisierung zeigt sich auch in erfolgreichen Beispielen wie Zalando oder Amazon Go. Diese Unternehmen nutzen modernste Technologien, um ihren Kunden ein optimales Einkaufserlebnis zu bieten. Der Einzelhandel könnte bei einer ausgewogenen Strategie zwischen digitaler Effizienz und der Beibehaltung der gedruckten Werbung seinen Kundenkreis durchaus erweitern und gleichzeitig deren Bedürfnisse besser bedienen.

Statistische Auswertung

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Köln, Deutschland
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suedkurier.de

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