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Bundeswehr unter Druck: Eine Million Soldaten gegen Russland gefordert!

Der Präsident des Bundeswehr-Reservistenverbandes, Patrick Sensburg, ergreift das Wort und fordert eine drastische Aufstockung der Bundeswehr auf eine Million Soldaten. In einem aktuellen Kontext, in dem Deutschland sich Gedanken über seine Verteidigungsfähigkeit macht, hat die Truppe derzeit nur etwa 180.000 Soldaten. Sensburg bemängelt die Durchhaltefähigkeit der Bundeswehr, die seiner Meinung nach lediglich für drei Tage Munition vorrätig hat und zu wenige Soldaten aufweist. In Anbetracht eines möglichen Konflikts mit Russland ist eine Personalaufstockung unerlässlich, so seine Argumentation. Weitere politische Unterstützung erhält er in Bezug auf die Wiedereinführung der Wehrpflicht, die von Union, SPD und Grünen als „Freiheitsdienst“ betitelt wird.

Der „Freiheitsdienst“ könnte dabei Bürger im Alter von 18 bis 67 Jahren betreffen, sowohl innerhalb der Bundeswehr als auch im Bevölkerungsschutz. Diese Diskussion hat an Dringlichkeit zugenommen, besonders seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine im Jahr 2022. In dieser Zeit haben immer mehr Stimmen die Rückkehr zur Wehrpflicht gefordert. So unterstützen führende Politiker von Union und SPD unterschiedliche Ansätze: Während die Union eine Rückkehr zur Wehrpflicht plädiert, spricht sich die SPD für einen neuen, flexiblen Wehrdienst aus, der auf Freiwilligkeit basiert.

Meinungen und Umfragen

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass 52 % der 18 bis 29-Jährigen die Wiedereinführung der Wehrpflicht ablehnen. Diese Zahl steht im Kontrast zu einer breiteren gesellschaftlichen Unterstützung, bei der 58 % der Deutschen die Wehrpflicht befürworten. Dies verdeutlicht die Kluft zwischen den jüngeren Generationen und der allgemeinen Bevölkerung. Zudem zeigen Umfragen, dass 61 % der jungen Erwachsenen gegen eine Wehrpflicht sind, was auf tiefsitzende Vorbehalte gegenüber militärischem Dienst hindeutet.

Der Wehrbeauftragte Eva Högl sowie Generalinspekteur Carsten Breuer haben den Mangel an Soldaten unmissverständlich hervorgehoben. Es fehlen derzeit rund 100.000 Soldaten, was die Einsatzbereitschaft der Truppe gefährdet. Dies wird von zivilen Verbänden unterstützt, die eine verwundbare Lage im Bevölkerungsschutz warnen und eine Förderung von Freiwilligendiensten fordern. Einige Politiker fordern auch eine schrittweise Rücknahme der Aussetzung der Wehrpflicht, die 2011 beschlossen wurde.

  • Union fordert eine Kontingentwehrpflicht.
  • CSU-Politiker Florian Hahn betont die Notwendigkeit eines schnelleren Vorgehens.
  • Die Grünen schlagen einen verpflichtenden „Freiheitsdienst“ für 18- bis 67-Jährige vor.
  • Die AfD fordert eine Wiederbelebung der Wehrpflicht mit einer Dienstzeit von zwei Jahren.
  • Die Linke hingegen lehnt die Wehrpflicht ab und sieht deren Aussetzung als Fortschritt.

Abschließend können wir feststellen, dass die Diskussion um die Bundeswehr und die mögliche Wiedereinführung der Wehrpflicht eine komplexe und dynamische Thematik darstellt. Sie beinhaltet nicht nur sicherheitspolitische Überlegungen, sondern auch tiefgreifende gesellschaftliche Fragen, die es abzuwägen gilt. Dabei bleibt der 5. April 2025 ein Schlüsseldatum für diese Erörterungen, die sowohl politische als auch öffentliche Debatten prägen werden.

Für weiterführende Informationen zu den bevölkerungsbezogenen Umfragen und der Debatte werfen Sie einen Blick auf die Berichte der Bundeswehr und der Tagesschau.

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