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Deutsche für Kernkraft-Comeback: Lemke warnt vor gefährlichen Plänen!

Immer mehr Deutsche sprechen sich für eine Rückkehr zur Atomkraft aus. Eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Verivox zeigt, dass 55 Prozent der Befragten der Meinung sind, Deutschland sollte den Wiedereinstieg in die Kernenergie in Betracht ziehen. Diese Umfrage fand zwischen dem 27. und 31. März 2023 mit 1007 Teilnehmern statt. Die Zustimmung zur Kernkraft ist erheblich gestiegen, insbesondere im Kontext von Energieknappheit und steigenden Preisen.

Die letzte Abschaltung von Atomkraftwerken in Deutschland liegt nun fast zwei Jahre zurück. Am 15. April 2023 vollzog Deutschland den endgültigen Ausstieg aus der Kernenergie. Zahlreiche Umfragen seitdem zeigen jedoch, dass die gesellschaftliche Akzeptanz für die Kernkraft in den letzten Jahren gewachsen ist. So unterstützten bei einer Umfrage von Forsa im April 2024 58 Prozent der Bürger die Nutzung von Atomkraft, während nur 39 Prozent dagegen waren.

Politische Reaktionen und Herausforderungen

Um das aktuelle Stimmungsbild im Hinblick auf die Atomkraft zu analysieren, hat die Unionsfraktion darüber hinaus Pläne zur Wiederinbetriebnahme der zuletzt abgeschalteten Kernkraftwerke angestoßen. Umweltministerin Steffi Lemke (Grüne) äußerte sich jedoch kritisch zu diesen Vorschlägen, die sie als „realitätsfern“ bezeichnete. Lemke stellte fest, dass der Rückbau der Kernkraftwerke „mit vollem Tempo“ voranschreite und bereits Kosten verursacht hat, die nicht einfach rückgängig zu machen sind.

Die Grünen haben zudem interne Hürden für ein Wiederhochfahren der Atomkraftwerke zusammengestellt. Lemke wies darauf hin, dass technische Teile der AKW möglicherweise schon nicht mehr funktionsfähig sind. Angesichts der Anforderungen des Atomgesetzes, das einen unverzüglichen Rückbau nach Ende des Leistungsbetriebs vorschreibt, wäre es notwendig, dieses Gesetz zu ändern, falls ein Suchprozess nach einer möglichen Wiederinbetriebnahme eingeleitet wird.

Gesellschaftliche Trends und Meinungsverschiebungen

Die öffentliche Meinung zur Atomkraft hat sich über die Jahre stark verändert. Eine umfassende Analyse zeigt mehrere Wendepunkte in der deutschen Haltung zur Kernenergie. Nach den Unfällen in Tschernobyl und Fukushima war die Stimmung gegen die Atomkraft stark ausgeprägt, jedoch haben jüngste Ereignisse, wie die Energiekrise und Putins Invasion der Ukraine, die Ansicht vieler Menschen revidiert.

  • 1986: Tschernobyl – Ablehnung über 40%
  • 2011: Fukushima – Ablehnung auf 73%
  • 2021: Energiekrise – Ablehnung auf 56%

Besonders wenn Umfragen die Klimakrise thematisieren, steigt der Rückhalt für die Kernenergie. 67 Prozent der Bürger äußerten Bedenken, dass ein vollständiger Ausstieg aus der Atomkraft zu einem Energieengpass führen könnte. Eindeutig ist auch die parteipolitische Differenzierung: Während 93 Prozent der Anhänger von CDU/CSU die Atomkraft befürworten, liegt die Zustimmung bei den Grünen nur bei 34 Prozent.

Insgesamt zeigen die Ergebnisse, dass die Akzeptanz der Kernkraft in Deutschland höher ist als je zuvor, sogar im Vergleich zu den ersten Jahren nach den Kernkraft-Unfällen. Die steigenden Energiepreise und die aktuelle geopolitische Lage haben diesen Trend maßgeblich beeinflusst. Das Thema bleibt daher von zentraler Bedeutung für die zukünftige Energiepolitik in Deutschland.

Für weitere Informationen zu den Umfragen und Trends rund um die Kernkraft in Deutschland, siehe Welt, Spiegel und Tech for Future.

Statistische Auswertung

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