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Feuerinferno in Kalifornien: Millionen bedroht von verheerenden Bränden!

In Kalifornien sind nach wochenlangen Bemühungen zur Brandbekämpfung neue Feuer ausgebrochen. Besonders betroffen ist die Region rund um Los Angeles, wo Brände mit historischer Dimension wüten. Die Feuerwehr kämpft gegen verheerende Waldbrände, die eine Fläche von etwa 116 Quadratkilometern verwüstet haben, was ungefähr der Größe von San Francisco entspricht. Das „Hughes“-Feuer, das am Mittwoch (Ortszeit) seinen Anfang nahm, hat sich innerhalb kürzester Zeit auf über 41 Quadratkilometer ausgedehnt und bedrohte zeitweise das Nobelviertel Bel Air. Trotz der heftigen Flammen wurden Berichte über abgebrannte Häuser bislang nicht gemeldet; das Feuer hat hauptsächlich Vegetation in Mitleidenschaft gezogen. Im Westen von Los Angeles wurden rund 30.000 Menschen zur Evakuierung aufgefordert.

Die Situation wird weiter verschärft durch die politischen Auseinandersetzungen zwischen dem ehemaligen Präsidenten Donald Trump und dem kalifornischen Gouverneur Gavin Newsom. Trump drohte in einem TV-Interview, Hilfen aus Washington zu streichen, und machte Newsom für die Probleme bei der Wasserversorgung verantwortlich. Er behauptete, der Gouverneur habe Wasserflüsse zum Schutz von Fischbeständen blockiert, was von Experten als falsch zurückgewiesen wurde. In der Tat sind die meisten Stauseen in Kalifornien im Januar 2025 auf oder über dem historischen Durchschnittsniveau, was die Notwendigkeit solcher Maßnahmen in Frage stellt.

Die Dimension der Brände

Mindestens 28 Menschen sind bisher in Zusammenhang mit den Bränden gestorben, und über 18.000 Gebäude wurden zerstört. Feuerwehr und Rettungskräfte sind aufgrund der verheerendsten Waldbrände in der Geschichte Kaliforniens im Dauerstress. Zu den größten Bränden zählen das „Eaton“-Feuer, das zu 95% eingedämmt ist, und das „Palisades“-Feuer, das zu 70% kontrolliert werden konnte. Dennoch bleiben Brandherde in Pacific Palisades und Altadena „zu null Prozent eingedämmt“, was die Gefahrenlage verstärkt.

Die US-Wetterbehörde warnt vor einer „bedeutenden Ausbreitung“ der Brände, während die Feuerwehr vorsichtige Entwarnungen in anderen Gebieten, wie den Hollywood Hills, gibt. In der Region sind über 7.500 Einsatzkräfte mobilisiert, um die Flammen zu bekämpfen. Starke Santa-Ana-Winde mit Geschwindigkeiten über 100 km/h haben die Brände zusätzlich angeheizt und eine effektive Bekämpfung erschwert.

Falschinformationen und soziale Medien

Zusätzlich zur physischen Bedrohung durch die Brände werden die Behörden mit einer Flut von Falschinformationen konfrontiert. Meldungen über Plünderungen wurden in sozialen Medien weiterverbreitet, wobei ein virales Video, das angebliche Plünderungen zeigte, in Wirklichkeit Menschen dokumentierte, die einer Anwohnerin halfen, ihre Habseligkeiten zu retten. Diese Falschmeldungen werden nicht nur von Nutzern in sozialen Netzwerken verbreitet, sondern auch von prominenten Persönlichkeiten wie Elon Musk. Politische Akteure und rechte Medien weichen zudem auf Verschwörungstheorien aus, die ohne Beweise behaupten, die Brände seien absichtlich gelegt worden.

Der kalifornische Generalstaatsanwalt hatte zuvor Maßnahmen zur Umleitung von Wasser in Frage gestellt, um den Schutz bedrohter Fischarten zu gewährleisten. Der Vorwurf an Newsom, er habe eine entsprechende Erklärung zur Wasser-Restaurierung nicht unterzeichnet, wurde als aus der Luft gegriffen entlarvt. In Wirklichkeit belastet eine hohe Nachfrage nach Wasser die Wasserversorgung in Pacific Palisades, nicht jedoch ein Missmanagement seitens des Gouverneurs.

Hilfe und Unterstützung für die Betroffenen

Um den Opfern der Brände zu helfen, wurden bereits zwei Benefizkonzerte mit hochkarätigen Künstlern wie Billie Eilish und Lady Gaga organisiert. Die Ticketpreise starteten bei 99 Dollar und stiegen schnell auf bis zu 750 Dollar für die verbleibenden Plätze. Die gesamten Einnahmen sollen den Brandopfern und dem Wiederaufbau der Infrastruktur zugutekommt, während die geschätzten Schäden durch die Brände bereits auf 57 Milliarden Dollar (55 Milliarden Euro) steigen.

Insgesamt bleibt die Lage in Kalifornien angespannt, während Feuerwehr und Einsatzkräfte unermüdlich dafür kämpfen, die Flammen zu löschen und das Leben der Anwohner zu schützen. Meteorologen warnen zudem, dass die erwarteten Regenfälle Erdrutsche und Überschwemmungen zur Folge haben könnten, was die Situation weiterkomplizieren würde. Es bleibt abzuwarten, wie sich das Wetter entwickeln wird und inwieweit die Feuerwehr in der Lage sein wird, die Kontrolle über die verbleibenden Brände zu gewinnen.

Für umfassende Informationen zu den sich zuspitzenden Bedingungen in Kalifornien und zu den Reaktionen auf diese Katastrophe lesen Sie mehr bei Tagesspiegel und Tagesschau.

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Pacific Palisades, Kalifornien, USA
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