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Gaza: Blutiger Krieg fordert Rekordzahl von Journalistenleben!

Heute, am 2. April 2025, hat das Costs of War-Projekt des Watson Institute for International and Public Affairs alarmierende Bilanz über die Gefahren für Journalisten im Gaza-Konflikt gezogen. Laut Al Jazeera wurden in diesem Konflikt insgesamt 232 Journalisten getötet, was einem Durchschnitt von 13 Todesfällen pro Woche entspricht. Dies macht den Gaza-Konflikt zum tödlichsten je dokumentierten für Medienarbeiter weltweit.

Der Bericht offenbart, dass mehr Journalisten in Gaza ihr Leben verloren haben als in beiden Weltkriegen, dem Vietnamkrieg, den Kriegen im ehemaligen Jugoslawien und dem Afghanistan-Krieg zusammen. Besonders tragisch ist die unklare Anzahl der palästinensischen Journalisten, die gezielt von israelischen Angriffen betroffen sind. Einige könnten zufällig Opfer von Bombardierungen geworden sein.

Gezielte Angriffe und Risiken für Reporter

Die Analyse stellt fest, dass die Angriffe auf Journalisten in Gaza zugenommen haben, während der Zugang ausländischer Korrespondenten stark eingeschränkt ist. Lokale Reporter sehen sich enormen Risiken ausgesetzt, oft unterbezahlt und unzureichend ausgestattet. Besonders besorgniserregend ist, dass Reporters Without Borders (RSF) bis Ende 2024 dokumentierte, dass in 35 Fällen israelische Militäraktionen wahrscheinlich gezielt auf Journalisten abzielten.

Die Auswirkungen dieser gezielten Angriffe sind verheerend. Am 7. Januar 2024 wurde der Al Jazeera-Reporter Hamza Dahdouh getötet, als ein Missile sein Fahrzeug traf; er war das fünfte Familienmitglied des Al Jazeera-Büroleiters Wael Dahdouh, das durch israelische Angriffe ums Leben kam. Ebenso wurde Hossam Shabat, ein weiterer Reporter von Al Jazeera, am 24. März getötet, als ein israelischer Angriff sein Auto traf. Die israelische Militärführung beschuldigte ihn, ein geheimer Hamas-Agent zu sein, ein Vorwurf, den die Committee to Protect Journalists (CPJ) als unbegründet zurückgewiesen hat.

Der Bericht beleuchtet auch, dass die wirtschaftlichen Bedingungen in der Branche, gepaart mit der Gewalt im Krieg und koordinierten Zensurkampagnen, dazu führen, dass immer mehr Konfliktzonen als „Nachrichtenfriedhöfe“ gelten. Gaza stellt in diesem Kontext das extremste Beispiel dar.

Pressefreiheit weltweit unter Druck

Die Situation in Gaza ist Teil eines größeren globalen Trends, bei dem die Pressefreiheit seit Anfang 2021 an vielen Orten bedroht ist. Berichte von RSF zeigen, dass weltweit Morde, Entführungen, Verhaftungen und körperliche Angriffe auf Journalisten zunehmen. Der Konflikt in Gaza sowie die Situation in Ländern wie Myanmar, Afghanistan, Russland und der Ukraine haben die Pressefreiheit weiter unter Druck gesetzt.

In Deutschland ergibt sich ein besorgniserregendes Bild: Das Land belegte in der RSF-Rangliste 2022 den 16. Platz, nachdem es sich im Vergleich zum Vorjahr leicht verschlechtert hatte. Die Gründe hierfür sind unter anderem gefährdende Gesetzgebungen, abnehmende Medienvielfalt und Gewalt bei Demonstrationen. Im Jahr 2021 gab es 80 gewaltsame Angriffe auf Medienschaffende in Deutschland, was den Höchststand seit 2013 darstellt.

Die internationale Lage der Pressefreiheit hat sich weiter zugespitzt, und leider ist Gaza nun das traurige Epizentrum dieser gefährlichen Entwicklung. Die fortwährenden Angriffe und die Gefahren, denen Journalisten ausgesetzt sind, werfen ernsthafte Fragen zur Sicherheit und Integrität von Nachrichtenberichterstattung in der Region und darüber hinaus auf.

Statistische Auswertung

Genauer Ort bekannt?
Gaza, Palästinensische Gebiete
Beste Referenz
aljazeera.com

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