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Hundert Einsatzkräfte suchen in Weilburg nach vermisstem Jungen Pawlos!

In Weilburg, Hessen, wird seit Dienstagmittag der sechsjährige Pawlos vermisst. Hunderte Einsatzkräfte sind im Rahmen einer großangelegten Suche mobilisiert worden. Der Junge, der als „autistisch veranlagt“ beschrieben wird, verschwand aus seiner Schule und wurde zuletzt am Bahnhof gesehen. Getragen hat er lediglich Hausschuhe, was darauf hindeutet, dass er sich in einer hilflosen Lage befindet. Der Bürgermeister von Weilburg, Johannes Hanisch, äußerte die Vermutung, dass das Kind sich im Stadtgebiet versteckt oder mit einem Bus oder Zug weggefahren sein könnte. Suchmaßnahmen, die von der Polizei, Feuerwehr, Freiwilligen und 33 Rettungshunden unterstützt werden, konzentrieren sich auf das Stadtgebiet von Weilburg und die umliegenden Randgebiete.

Die Suche umfasst derzeit rund 450 Einsatzkräfte, darunter auch das Technische Hilfswerk (THW), das Drohnen mit Wärmebildkameras einsetzt. Die Polizei hat ein Telefon für Hinweise aus der Bevölkerung eingerichtet, da bislang keine konkreten Hinweise zum Aufenthaltsort des Jungen vorliegen. Es wurde bereits eine schulinterne Suchaktion eingeleitet, nachdem das Verschwinden des Jungen von Lehrkräften innerhalb einer Minute bemerkt wurde.

Welle der Hilfsbereitschaft

Die Suche wird von einem überwältigenden Gefühl der Solidarität in der Bevölkerung unterstützt. Ein Suchaufruf des Bürgermeisters findet in sozialen Netzwerken enorme Verbreitung, und zahlreiche Bürger beteiligen sich aktiv an den Suchmaßnahmen. Notfallseelsorger betreuen die Familie, die in engem Kontakt mit der Polizei steht. Während die Einsatzkräfte akribisch das Stadtgebiet absuchen, werden Anwohner dazu aufgerufen, ihre Grundstücke und Gärten zu durchforsten.

Um die Aufmerksamkeit von Pawlos zu gewinnen, setzt die Feuerwehr Lautsprecher ein, über die die Stimme seiner Mutter und ein Kinderlied abgespielt werden. Diese besondere Maßnahme soll dem Jungen helfen, sich zu orientieren und hoffentlich zu seinen möglichen Rettern zu finden. Gleichzeitig werden bunte Luftballons an einer Brücke über der Lahn angebracht, um visuelle Signale zu senden.

Kritik an der Informationspolitik

In Deutschland werden jährlich rund 16.500 Kinder bis 13 Jahre als vermisst gemeldet. Statistisch liegt die Aufklärungsquote bei 99,8 Prozent. Die ersten 24 Stunden nach dem Verschwinden sind entscheidend für eine erfolgreiche Suche. Diese Maßnahme könnte nicht nur das Schicksal von Pawlos, sondern auch von vielen anderen Vermissten beeinflussen.

Bislang schließt die Polizei ein Verbrechen im Fall Pawlos aus, da es Anzeichen gibt, dass das Kind eigenständig das Schulgelände verlassen hat. Man hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung, die das Schicksal des Jungen klären könnten. Alle Informationen werden an die Kriminalpolizei Limburg und jede Polizeidienststelle weitergegeben. Bis zum jetzigen Zeitpunkt bleibt die Hoffnung auf eine glückliche Wende in diesem besorgniserregenden Fall bestehen.

Statistische Auswertung

Genauer Ort bekannt?
Weilburg, Hessen, Deutschland
Beste Referenz
bnn.de
Weitere Infos
hessenschau.de

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