Lage

Myanmars Erdbeben-Katastrophe: Hoffnungslosigkeit und Chaos nach dem Beben!

In Myanmar wird die Lage nach dem verheerenden Erdbeben der Stärke 7,7 vom 28. März 2025 immer kritischer. Aktuellen Berichten zufolge beläuft sich die Zahl der Todesopfer auf 3.354, während 220 Personen als vermisst gelten und 4.850 verletzt wurden, so die staatlichen Medien. Gut acht Tage nach dem Unglück benötigen große Teile der Bevölkerung dringend humanitäre Hilfe. Die Gesundheitsversorgung in den betroffenen Gebieten ist katastrophal, viele Menschen sind vom Hunger bedroht. Zudem warnen Hilfsorganisationen vor dem Ausbruch schwerer Krankheiten wie Cholera, da der Zusammenbruch der Wasserversorgung zu steigenden Durchfallerkrankungen führt. Über ein Drittel der Bevölkerung braucht sofortige Unterstützung, wie das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte betont.

Die Zerstörung ist weitreichend: Viele Gebäude, darunter Krankenhäuser, sind eingestürzt, ganze Gemeinden wurden fast vollständig zerstört. Das Erdbeben war auch in Nachbarländern spürbar, wo beispielsweise in Bangkok ein 30-stöckiges Hochhaus einstürzte, was zu 22 Todesopfern führte. Angesichts dieser humanitären Katastrophe hat die Militärjunta eine temporäre Waffenruhe ausgerufen, um Hilfe und Wiederaufbau zu ermöglichen. Doch das UN berichtet, dass diese Waffenruhe nicht eingehalten wird, und dokumentiert mindestens 16 Luftangriffe des Militärs seit Mittwoch.

Humanitäre Unterstützung und Herausforderungen

Die von der Militärjunta angeordneten Waffenruhen wurden sowohl von ihr als auch von Widerstandsgruppen ausgerufen, um den Zugang zu humanitärer Hilfe zu erleichtern. Zaw Kyaw, ein Sprecher der Exilregierung Nationale Einheitsregierung (NUG), hebt hervor, dass internationaler Druck auf die Militärjunta erforderlich sei. Diese Regierung wurde nach dem Militärputsch im Februar 2021 von entmachteten, demokratisch gewählten Abgeordneten gegründet. Zaw Kyaw betont die Dringlichkeit der humanitären Hilfe, die unabhängig von der politischen Zugehörigkeit der Betroffenen bereitgestellt werden sollte.

Die Internationale Gemeinschaft, einschließlich Nachbarländer wie China und Indien, hat bereits schnell humanitäre Hilfe geleistet. Doch der Zugang zur Hilfe wird durch beschädigte Infrastruktur und die restriktiven Maßnahmen der Militärjunta erschwert. Besorgniserregend ist auch, dass die Militärjunta Schüsse auf ein chinesisches humanitäres Hilfsteam abgefeuert hat. Zaw Kyaw äußert Misstrauen gegenüber der Junta, die trotz verkündeter Waffenruhe ihre militärischen Angriffe fortsetzt. Er fordert, Geldflüsse zu stoppen und den Verkauf von Waffen an die Junta zu unterbinden.

Aktuelle Unterstützung durch Organisationen

Die Hilfsorganisation CARE ist seit dem zweiten Tag nach dem Erdbeben aktiv und liefert dringend benötigte Hilfsgüter an die betroffenen Gemeinden. Laut Arif Noor, dem Länderdirektor von CARE Myanmar, beschreibt die Organisation die Lage als dramatisch. Viele Menschen haben in den letzten Tagen im Freien geschlafen, ohne Zugang zu Wasser, Nahrung oder Schutz. Mit lokalen Partnerorganisationen plant CARE, bis zu 500.000 Menschen in der ersten Phase der Nothilfe zu erreichen. Dazu zählen die Bereitstellung von Notunterkünften, medizinischer Basisversorgung, sauberem Trinkwasser und Hygiene-Paketen.

Zusätzlich wird befürchtet, dass ein möglicher Zyklon Anfang April die ohnehin kritische humanitäre Situation weiter verschärfen könnte. Die Überlastung der Krankenhäuser und die verzweifelte Suche nach Verschütteten macht die Rettungsarbeiten zusätzlich kompliziert. Ein Mann wurde bereits lebend aus einem eingestürzten Hotel gerettet, jedoch bleibt die Lage angespannt, da viele Rettungsdienste aufgrund des anhaltenden Bürgerkriegs nur schwer Zugang finden.

Diese dramatische Situation in Myanmar erfordert eine koordinierte und umfassende internationale Reaktion, um das Leiden der betroffenen Bevölkerung zu lindern und eine rasche Rückkehr zur Normalität zu ermöglichen.

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