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Notstand im Wald der Ruhe: Sulingen kämpft gegen Platzmangel!

Der Wald der Ruhe in Sulingen wird zunehmend beliebter, was jedoch auch Herausforderungen mit sich bringt. In einem neuen Bericht der Kreiszeitung wird auf den akuten Platzmangel hingewiesen, der dazu führt, dass die Nachfrage nach dieser Bestattungsform die Kapazitäten übersteigt. Der Ausschuss für Umwelt, Stadtentwicklung und Verkehr des Stadtrats hat daher eine Änderung der Friedhofssatzung empfohlen, die am 27. März 2025 im Stadtrat besprochen werden soll.

Seit der ersten Bestattung im Wald der Ruhe am 17. April 2015, nach der Pflanzung des ersten Baumes einen Tag zuvor, hat sich die Lage erheblich verändert. Fast 500 Bäume sind mittlerweile vergeben, darunter persönliche Familienbäume und etwa 50 Gemeinschaftsbäume. Jede dieser Gemeinschaftsbäume bietet Platz für sechs Grabstellen, die inzwischen allesamt belegt sind.

Nachhaltige Bestattungsalternativen

Die Waldbestattung gilt als eine attraktive und nachhaltige Alternative zu traditionellen Bestattungsformen. Dabei wird die Asche des Verstorbenen unter den Wurzeln eines Baumes beigesetzt, was besonders naturverbundene Menschen anspricht. Laut Friedlich Ruhen ist die Waldbestattung nicht nur pflegeleicht, sondern auch eine Möglichkeit, sich von den Bestattungspflichten auf einem Friedhof zu befreien. Die Asche des Verstorbenen wird in einer biologisch abbaubaren Urne beigesetzt, was den natürlichen Kreislauf unterstützt.

Die steigende Beliebtheit von Waldbestattungen spiegelt sich auch in den Statistiken wider, die angeben, dass etwa 14% der Deutschen diese Form der Bestattung bevorzugen, während 60% eine Feuerbestattung favorisieren. Diesbezüglich ist zu beobachten, dass der Anteil der Feuerbestattungen in Deutschland mittlerweile bei 80 Prozent liegt und jährlich um zwei bis drei Prozentpunkte zunimmt. Bestatter wie Christian Lanitz setzen sich aktiv für kreative Lösungen ein und suchen nach Möglichkeiten, den Platz im Wald der Ruhe effizienter zu nutzen.

Aktuelle Entwicklungen

Die geplante Änderung der Friedhofssatzung soll es ermöglichen, an ausgewählten Gemeinschaftsbäumen zusätzliche Grabstellen für Ehepartner zu schaffen. Diese Erweiterung könnte eine Lösung für viele Familien darstellen, die sich eine gemeinsame Ruhestätte wünschen. Dennoch bleibt die Herausforderung, den Wald der Ruhe aufgrund der benachbarten Bahnlinie räumlich zu vergrößern, bestehen.

In der Diskussion um Bestattungsformen zeigt sich die Tendenz hin zu pflegeleichten Alternativen wie Waldbestattungen und Seebestattungen. Diese Entwicklungen passen zu einem allgemeinen Trend, der weg von traditionellen Bestattungen und hin zu nachhaltigeren und persönlicheren Lösungen geht. Bestatter Lanitz betont die Bedeutung eines offenen Austauschs und kreativer Ansätze unter den Friedhofsbetreibern, um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht zu werden.

Die Anpassung der örtlichen Bestattungssatzung könnte einen wichtigen Schritt in Richtung einer modernen, umweltbewussten Bestattungskultur darstellen. Der Wald der Ruhe spielt dabei eine zentrale Rolle, nicht nur in Sulingen, sondern auch im Kontext der zunehmenden Beliebtheit von Naturbestattungen in Deutschland.

Statistische Auswertung

Genauer Ort bekannt?
Sulingen, Deutschland
Beste Referenz
kreiszeitung.de
Weitere Infos
friedlichruhen.de

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