
In Weilburg, einem Stadtgebiet im Landkreis Limburg-Weilburg, wird intensiv nach einem vermissten Sechsjährigen namens Pawlos Dawit gesucht. Der Junge hat am Montagmittag seine Schule verlassen und wird seitdem vermisst. Passanten berichteten, dass sie gegen 12:30 Uhr einen orientierungslos wirkenden Jungen in der Nähe des Bahnhofs gesehen haben. Diese Beobachtung führte zur Einleitung von Suchmaßnahmen, die umgehend umgesetzt wurden. Aus faz.net wurde bekannt, dass die örtliche Polizei von einem erheblichen Einsatz ausgeht.
Über 100 Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr sind mobilisiert worden, um den Jungen zu finden. Der Einsatz umfasst den Einsatz eines Hubschraubers, ein Boot der Wasserschutzpolizei sowie eine Spürhundestaffel. Das Großaufgebot von Rettungskräften zeigt, wie ernst die Lage genommen wird. Bürgermeister Johannes Hanisch hat der Öffentlichkeit bereits mitgeteilt, dass Pawlos autistisch veranlagt ist. Dies könnte bei seinem Verschwinden eine Rolle spielen, da er möglicherweise anders reagiert, als die meisten Menschen es erwarten.
Öffentliche Mithilfe gefragt
Bürgermeister Hanisch appelliert an die Bevölkerung, die Augen und Ohren offen zu halten. Er hat die Bürger gebeten, bei Sichtungen des Jungen sofort zu informieren. „Er könnte sich verstecken oder weglaufen,“ erklärte der Bürgermeister und betonte, dass genaue Hinweise für die Suche unerlässlich sind. Die Polizei geht derzeit nicht von einem Verbrechen aus, was die Hoffnung auf eine baldige und sichere Rückkehr des Jungen stärkt.
Pawlos trägt zuletzt einen gestreiften Pullover und graue Jeans. Die Beschreibung, die die Polizei herausgegeben hat, lautet: schwarz, dunkle Haare, was Helfer bei der Suche unterstützen könnte. Lokale Ermittler haben ein klar umrissenes Suchgebiet, das das Stadtgebiet und die umliegenden Bereiche einschließt. Die Suche wird auch in die Nacht fortgeführt, um die Chancen auf eine schnelle Auffindbarkeit zu maximieren, wie hessenschau.de berichtet.
Fällen von vermissten Minderjährigen
Die Umstände des Verschwindens von Pawlos werfen auch einen Blick auf vermisste Minderjährige im Allgemeinen. Laut Statistiken des Bundeskriminalamts (BKA) gab es im Jahr 2024 rund 18.100 vermisste Kinder, wobei die hohe Aufklärungsquote von 96,7 % bis Jahresende bemerkenswert ist. Dennoch bleiben täglich zahlreiche Fälle ungelöst, und es wird geschätzt, dass über zwei Drittel der Vermissten männlich sind. Besonders unbegleitete minderjährige Flüchtlinge sind oft von diesen Fällen betroffen und benötigen besondere Aufmerksamkeit, da ihre Zahl im vergangenen Jahr etwa 4.300 betrug. Dabei lag die Aufklärungsquote bei rund 79 % bka.de.
Zusammengefasst bleibt die Situation angespannt, während die Stadt Weilburg auf das Wohl von Pawlos hofft und die Einwohner zur Mithilfe aufruft. Die kommenden Stunden werden entscheidend sein, um den Jungen wohlbehalten zurückzubringen.