
Am Wochenende sind in Washington und vielen Städten der USA Massenproteste gegen Präsident Donald Trump und dessen Berater Elon Musk geplant. Über 1300 Aktionen mit Zehntausenden Teilnehmenden sollen unter dem Motto „Hands off“ (Hände weg) stattfinden. Auslöser dieser Proteste sind die kürzlich verkündeten Strafzölle im Rahmen von Trumps „Liberation Day“, an dem er die Wiedergeburt der amerikanischen Industrie proklamierte. Doch die Realität sieht anders aus: Die Maßnahmen führten zu massiven Kurseinbußen an der Börse und schüren Sorgen über Jobverluste, Deindustrialisierung und Hyperinflation. Historiker Bernd Greiner betont, dass die aktuellen Proteste das Potenzial haben, eine große, landesweite Bewegung zu werden. Er vergleicht die gegenwärtige Situation mit der Bürgerrechtsbewegung der 50er- und 60er-Jahre, die für grundlegende soziale und rechtliche Gleichstellung kämpfte.
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Begleitet werden die Proteste von prominenten Persönlichkeiten. So äußerte sich der ehemalige Präsident Barack Obama und appellierte an die Verantwortung der Bürger in der Demokratie. Kamala Harris, die ehemalige Vizepräsidentin, sprach ebenfalls über die Ängste, die Trumps Rückkehr ins Oval Office bei vielen Menschen auslöst. Das Szenario ist angespannt, vor allem wenn man die Stimmverhältnisse betrachtet, die Trump hinterlässt. Es gab zwar in den ersten Monaten seiner Amtszeit zahlreiche Dekrete und auch Entlassungen von tausenden Bundesangestellten, aber die Proteste der letzten Wochen zeigen, dass sich Widerstand formiert. Veteranen und Umweltaktivisten zeigen sich zunehmend unzufrieden und mobilisieren gegen die Regierung.
[zdf.de hebt hervor, dass]
Widerstand auf mehreren Ebenen
Die Proteste sind nicht nur auf Washington begrenzt. Vor dem Kapitol in Washington D.C. versammelten sich bereits am 14. März über tausend Demonstranten. Unter ihnen waren Veteranen, die die Politik Trumps als schädlich empfinden. Ein Ausdruck dieser Unzufriedenheit zeigt sich in der Entlassung von Tausenden von Mitarbeitern beim „United States Department of Veterans Affairs“, wobei auch der Sparplan von Elon Musk eine Rolle spielt. Viele der Demonstranten sind direkt von diesen Kürzungen betroffen und äußern ihre Wut und Ängste.
[zdf.de berichtet außerdem, dass]
Die Proteste finden landesweit statt. Sie setzen sich für Wissenschaft und gegen Trumps striktere Migrationspolitik ein. Während einige Prominente wie Gwen Stefani Trumps Politik unterstützen, ziehen andere wie Kendrick Lamar klar Position gegen die Maßnahmen und den Stil der Regierung. Die gegenwärtige Phase wird von Aktivistin Barbara Wien als die Zeit des Organisierens von Widerstand beschrieben. Die Demokraten haben ebenfalls protestiert, etwa während Trumps Rede zur Lage der Nation.
[zdf.de liefert hierzu zahlreiche Informationen]
Trotz aller Schwierigkeiten blitzt die Hoffnung auf einen effektiven Widerstand auf. Historisch betrachtet haben Bürgerbewegungen in den USA immer wieder für bedeutende Veränderungen gesorgt. Die Bürgerrechtsbewegung setzte sich in den 50er- und 60er-Jahren für die Gleichstellung aller Bürger unabhängig von Hautfarbe ein und zeigt, wie wichtig organisierter Widerstand ist.
[das-wissen.de erläutert die Bedeutung dieser Bewegungen]