Lage

Über 2700 Tote: Myanmar unter Schock nach verheerendem Erdbeben!

In Myanmar herrschen momentan verheerende Zustände, nachdem ein Erdbeben der Stärke 7,7 am 28. März 2025 eine Fläche nordwestlich der Stadt Sagaing erschüttert hat. Ganze fünf Tage nach der Katastrophe wurde ein Mann lebend aus den Trümmern geborgen, was inmitten der Tragödie einen Lichtblick darstellt. Aktuell sind die offiziellen Todesopfer auf über 2700 gestiegen, mit 2719 geborgenen Leichnamen und 441 vermissten Personen, wie Welt berichtet.

Die Auswirkungen des Bebens sind in Myanmar besonders verheerend, da das Land bereits zuvor unter einem vierjährigen Bürgerkrieg litt, der die Wirtschaft und Infrastruktur stark beeinträchtigt hat. Vor dem Erdbeben waren 19,9 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Besonders betroffen sind die 15 Millionen Einwohner, die ihren täglichen Nahrungsbedarf nicht decken konnten.

Humanitäre Krise und internationale Hilfe

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die höchste Notfall-Stufe für Myanmar ausgerufen und fordert 8 Millionen Dollar (7,4 Millionen Euro) zur Unterstützung der Opfer. Die medizinische Versorgung ist unzureichend; den Rettungskräften mangelt es an lebenswichtiger Ausrüstung. Zudem ist die Verteilung von Hilfsgütern durch die zersplitterte Lage des Landes erheblich erschwert. Die Militärregierung hat um internationale Hilfe gebeten – ein klares Zeichen ihrer Überforderung.

Während das Militär die Kontrolle über wichtige Städte wie Mandalay behält, sind einige der schwersten Kämpfe in der Region Sagaing zu beobachten. Dort hat die Militärregierung gezielt Krankenhäuser in von Rebellen gehaltenen Gebieten bombardiert, was die medizinische Versorgung weiter verschlechtert und die Notlage der Zivilbevölkerung erheblich verstärkt.

Infrastruktur und weiteren Herausforderungen

Die Infrastruktur ist ebenfalls stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Schäden an Häusern, Straßen und Brücken behindern die Rettungs- und Hilfsmaßnahmen. Laut Henry Braun, Landesdirektor der Welthungerhilfe, sind Märkte schwer zu erreichen, und die Elektrizität fällt häufig aus. Die Hilfsorganisation prüft aktuell die Möglichkeit, Unterstützung in Form von Nahrungsmitteln, Bargeld und Hygieneartikeln auszuweiten, wobei lokale Dorf-Komitees für die Organisation der ersten Hilfe von großer Bedeutung sind.

Die Situation in Myanmar ist dramatisch. Mit über 3,5 Millionen Menschen, die innerhalb des Landes vertrieben wurden, ist der Bedarf an humanitärer Hilfe so groß wie nie zuvor. Der Welthungerhilfe zufolge belegt Myanmar im Welthunger-Index 2024 den 74. Rang von 127 Ländern, und ein Viertel der Kinder unter fünf Jahren hat mit Wachstumsverzögerung zu kämpfen.

Die Welthungerhilfe ist seit 2002 in Myanmar aktiv und hat 2024 unter anderem 2,4 Millionen Euro in 16 Projekte investiert, die über 200.000 Menschen erreicht haben. Dabei verfolgt die Organisation das Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe, das sowohl Katastrophenhilfe als auch langfristige Entwicklungsprojekte umfasst. Ihre bedeutende Rolle wird in der aktuellen Situation deutlicher denn je.

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Sagaing, Myanmar
Beste Referenz
welt.de

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