Lage

Warnstreik am Hamburger Flughafen: massive Flugausfälle drohen!

Am Hamburger Flughafen drohen erhebliche Störungen, da die Gewerkschaft Verdi einen Warnstreik angekündigt hat. Dieser wird am Mittwoch mit dem Beginn der Nachtschicht starten und bis zum Ende der Spätschicht am Freitag dauern. Laut LVZ müssen Passagiere am Donnerstag und Freitag mit erheblichen Einschränkungen rechnen, da für diese Tage ursprünglich 575 Flüge geplant waren. Davon entfallen 146 auf Donnerstag und 141 auf Freitag.

Der Warnstreik betrifft sämtliche Beschäftigte der Flughafen AG, inklusive Instandhaltung, IT-Dienste, Passagierabfertigung, Gepäckbeförderung und Sicherheitsdienste. Verdi fordert in diesem Tarifkonflikt eine Lohnerhöhung von 8 Prozent, mindestens jedoch 350 Euro pro Monat sowie drei zusätzliche freie Tage für die Beschäftigten.

Hintergrund des Tarifkonflikts

Der aktuelle Warnstreik ist Teil einer größeren Auseinandersetzung im öffentlichen Dienst. Laut Aero sind auch Beschäftigte aus anderen Bereichen wie Krankenhäusern, Stadtreinigung, Hafenbehörde und Staatsoper aufgerufen, sich am Streik zu beteiligen. Verdi strebt eine Gehaltserhöhung von 10,5 Prozent an, beziehungsweise mindestens 500 Euro für alle Beschäftigten bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

Bereits am Montag kam es zu Warnstreiks an anderen Flughäfen, bei denen fast alle Flüge ausfielen. Der Streik am Hamburger Flughafen wird alle Beschäftigten treffen, die nach dem Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes vergütet werden oder deren Arbeit an diesen Tarif gebunden ist.

Allgemeiner Kontext der Tarifverhandlungen

Die Tarifrunde im öffentlichen Dienst zieht weite Kreise, betroffen sind über 2,5 Millionen Beschäftigte in verschiedenen Bereichen, wie Verwaltung, Kitas, Schulen, Hochschulen, Nahverkehr und Feuerwehr. Verhandelt wird über den Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD). Allerdings bleiben Beschäftigte der Länder von diesen Verhandlungen unberührt, da hierfür separate Gespräche stattfinden.

Laut Tagesschau ist die Verhandlungsführung von Verdi und dem Beamtenbund dbb, und die Forderungen umfassen neben der Gehaltserhöhung auch zusätzliche freie Tage sowie eine Erhöhung von 200 Euro für Auszubildende.

Die Arbeitgeberseite zeigte sich bisher wenig beweglich. In der ersten Verhandlungsrunde gab es kein Angebot, obwohl die finanzielle Lage angespannt sei. Die nächste Verhandlungsrunde wurde für Mitte März angesetzt. Die Wahrscheinlichkeit weiterer Warnstreiks ist nach Einschätzung von Experten höher als eine Einigung, da vor der Bundestagswahl am 23. Februar mit massiven Protesten zu rechnen ist.

Statistische Auswertung

Genauer Ort bekannt?
Hamburger Flughafen, Deutschland
Beste Referenz
lvz.de
Weitere Infos
aero.de

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