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NRW in Alarmbereitschaft: Impfempfehlung gegen gefährliches Virus für Tiere!

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen hat eine dringende Empfehlung zur Impfung gegen das hoch ansteckende Blauzungenvirus (BTV-3) ausgesprochen. Besonders gefährdet sind Schafe, Rinder und deren Jungtiere, sofern sie nicht geimpft sind oder zuvor keinen Kontakt mit dem Virus hatten. Dies wurde in einem Bericht von Ruhr24 veröffentlicht.

Das Virus wird durch blutsaugende Mücken der Gattung Culicoides übertragen. Steigende Temperaturen zur Sommerzeit erhöhen die Aktivität dieser Mücken und damit das Risiko für Ausbrüche. Um Tierleid und wirtschaftliche Schäden für Landwirte zu vermeiden, sollten die Impfungen bis Mai 2025 abgeschlossen sein. Ungeimpfte Tiere erfordern zwei Dosen des Impfstoffs, während bereits geimpfte Tiere ebenfalls Grundimmunisierungen und Wiederholungsimpfungen benötigen.

Symptome und Unterstützung für Tierhalter

Tierhalter können bei Fragen zu Impfung und Tierpflege sich an Hoftierärzte oder den Tiergesundheitsdienst der Landwirtschaftskammer NRW wenden. Zu den Symptomen der Blauzungenkrankheit zählen erhöhte Körpertemperatur, Apathie, Lahmheit und schmerzhafte Schwellungen im Maulbereich. Insbesondere bei trächtigen Tieren können auch Fehlgeburten auftreten. Die Tierseuchenkasse bietet finanzielle Unterstützung für Impfungen bei Schafen und Rindern; Zuschüsse für Schafimpfungen wurden erhöht.

Die Milchleistung in betroffenen Milchviehbetrieben ist stark gefallen, und die Genesung der Tiere kann Wochen bis Monate dauern. Eine vollständige Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit ist oft nicht gewährleistet. Der Erreger ist für Menschen ungefährlich, jedoch hat die Blauzungenkrankheit in der vergangenen Zeit in der Tierhaltung für erhebliche Probleme gesorgt.

Aktuelle Situation und Ausbreitung

Im Jahr 2023 wurde erstmals nach zwei Jahren ein Ausbruch der Blauzungenkrankheit in NRW nachgewiesen. Diesen Januar bestätigte die Landesanstalt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) einen alarmierenden Anstieg an BTV-3-Fällen, wobei mindestens 1800 Ausbrüche in NRW identifiziert wurden. Insbesondere Schafe und Rinder sind betroffen, und auch Infektionen in benachbarten Ländern wurden registriert, darunter die Niederlande und Bayern.

Die Ausbreitung des Virus wurde durch optimale Witterungsbedingungen für die Überträgergattung begünstigt. Um strengen Vorschriften zur Tiergesundheit zu entsprechen, ist jede Verbringung von Tieren in andere EU-Staaten an entsprechende tiergesundheitliche Voraussetzungen gebunden. Dies wurde auch in einem Bericht des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) festgehalten.

Die Bekämpfung der Blauzungenkrankheit bleibt eine große Herausforderung. Tierhalter sind gefordert, präventive Maßnahmen zu ergreifen, um ihre Tiere vor einer Infektion zu schützen. Die Situation bleibt angespannt, und für viele Landwirte stellt die anhaltende Bedrohung durch das Virus ein erhebliches wirtschaftliches Risiko dar.

Statistische Auswertung

Genauer Ort bekannt?
Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Beste Referenz
ruhr24.de
Weitere Infos
lanuv.nrw.de

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