
Ostern steht vor der Tür, und die Supermärkte bereiten sich auf die bevorstehenden Feiertage vor. Rewe und Aldi, zwei der größten Einzelhändler in Deutschland, bieten in ihren Regalen eine Vielzahl von Schokohasen und bunten Ostereiern an. Diese erfreuen sich nicht nur bei Kindern großer Beliebtheit, sondern auch bei Erwachsenen, die zum Beispiel fertig bemalte Eier als Geschenke kaufen oder selbst genießen möchten.
Allerdings sollten Kunden beim Kauf von bunten Eiern vorsichtig sein. Es gibt unterschiedliche Eierarten, wie Bio, Freilandhaltung und Käfighaltung, doch die Haltungsform bleibt oft unklar. Laut derwesten.de sind viele Verbraucher gewillt, frische Eier aus Käfighaltung zu meiden, wissen jedoch nicht, dass dies auch für gefärbte Eier gilt. Diese unterliegen keiner Kennzeichnungspflicht, weshalb es häufig vorkommt, dass die bunten Ostereier von Hühnern stammen, die in unzureichenden Bedingungen gehalten werden.
Kennzeichnung und tierliche Herkunft
In Deutschland müssen rohe Eier EU-weit mit einem Erzeugercode gekennzeichnet sein, der Informationen zur Haltungsform und Herkunft enthält. Es gelten folgende Kennzahlen:
- 0: ökologische Erzeugung
- 1: Freilandhaltung
- 2: Bodenhaltung
- 3: Käfighaltung
Allerdings werden gefärbte Eier als „verarbeitetes Eiprodukt“ betrachtet und benötigen nur Angaben zu Hersteller und Haltbarkeitsdatum, wohingegen viele Produkte zum Selberfärben problematisch sein können. Mit dem Verbot der Käfighaltung in der EU seit 2012, bleiben „ausgestaltete Käfige“ bis Ende 2025 erlaubt, was für viele Verbraucher ein ungelöstes Problem darstellt.
Laut utopia.de wurde das Kükentöten in Deutschland seit 2022 verboten. Dennoch können traditionell gefärbte Eier aus ausländischen Brütereien stammen, wo solche Praktiken immer noch stattfinden. Verbraucher könnten ihre Kaufentscheidungen überdenken, um Käfighaltung zu vermeiden und auf Initiativen wie „Henne & Hahn“ oder „Bruder-Ei“ zu achten.
Verfügbarkeit und Auswahl
Die Auswahl an gefärbten Eiern wächst kontinuierlich, und viele Verbraucher wünschen sich eine bessere Tierhaltung. Die Mehrheit der Supermärkte bietet mittlerweile gefärbte Eier mit Kennzeichnung an, wobei der Deutsche Tierschutzbund die freiwillige Kennzeichnung als Fortschritt betrachtet. Eier aus Bodenhaltung sind häufig erhältlich, bringen jedoch auch Herausforderungen mit sich, die im Zusammenhang mit Tierleid stehen.
In Deutschland werden Eier aus verschiedenen Haltungsformen angeboten. Die überwiegende Mehrheit stammt inzwischen aus Bodenhaltung und Freilandhaltung. Laut bmel.de ist es nicht erforderlich, dass Eier von Direktvermarktern in der Nähe des eigenen Wohnorts gekennzeichnet werden, wenn sie für den Eigenbedarf gedacht sind. Auch lose Ostereier, die in Bäckereien oder Imbissbuden verkauft werden, können ohne Angabe zur Haltungsform angeboten werden.
Für Verbraucher, die auf die Herkunft ihrer Eier achten, ist das KAT-Siegel ein sicheres Zeichen dafür, dass die Eier aus alternativer Haltung stammen. Bio-Eier sind die empfohlenen Produkte, da sie nicht nur eine bessere Tierhaltung garantieren, sondern auch nachhaltig produziert werden. Freilandeier könnten ebenfalls eine bessere Wahl darstellen, wobei das Augenmerk auf den Bedingungen der Hühnerhaltung weiterhin wichtig bleibt.
Zusammengefasst ist es ratsam, beim Kauf von Ostereiern besonders achtsam zu sein. Durch bewussten Konsum und die Wahl geeigneter Produkte können Verbraucher dazu beitragen, die Bedingungen der Hühnerhaltung zu verbessern und die Tierwelt zu schützen. Ostern kann also auch ein Fest der bewussten Entscheidungen werden.